Morgen heisst es Packen und Putzen und übermorgen findet die Zeit in Amerika schon wieder ihr Ende und wir fliegen zurück nach Fislisbach (mit ein paar Zwischenstationen). Aber zuvor möchten wir Euch noch kurz von unseren Erlebnissen der letzten Tage erzählen.

Zwei Grosse auf dem Weg zum KleinenDer Hagel vom Ende des letzten Berichtes war auch am nächsten Morgen noch auf dem Weg zum Little Devils Tower zu sehen. Zum Glück nur in den schattigen Waldpassagen, das Klettern auf den Gipfel war dann schon schön trocken. Danach gings via Visitor Center (Junior Ranger) zum KOA in Hot Springs.

Tags darauf stand ein Besuch im Mammoth Museum auf dem Programm. Vor langer, langer Wer hat wohl diesen Knochen hier vergraben?Zeit wurde dort ein Senkloch zur tödlichen Falle für Dutzende oder gar Hunderte von Mammuts (alles männliche Mammuts!). Deren Knochen werden dort jetzt ausgebuddelt. Als Höhepunkt durften die Jungs sogar selber Paläantologen sein und haben auch ganz schön grosse Knochen gefunden. Wegen der Hitze ändern wir unsere Pläne und fahren nochmals zu einem KOA (Strom für die Klimaanlage und der Pool), diesmal in Douglas.

Das wäre manchmal praktisch...Am nächsten Tag steht Fahren im Vordergrund. Als Abwechslung dient ein Zwischenhalt im ehemaligen Gefängnis von Wyoming. Ein eindrückliches Erlebnis, einmal die 'gesiebte' Luft von innen zu erleben. Im Nebengebäude arbeitet sogar ein einsamer Häftling an einer komischen Maschine. Gerne erklärt und demonstriert er uns, wie hier früher (und heute) Besen von Hand hergestellt werden. Nach dieser Erlebnis-Geschichtsstunde fahren wir noch zum Zeltplatz. Heute wieder einmal ein National Forest Platz, mit einfachster Infrastruktur aber umso mehr Charme (und Wind).

Nymph Lake im Rocky Mountain NPDanach gehts weiter nach Colorado, in den Rocky Mountain National Park. Beim Stopp im Visitor Center erfahren wir, dass einige Strassen im Park gesperrt sind und nur per Shuttle-Bus befahren werden. Also los auf den Moraine Park CG, wo wir ohne Reservation, aber mit Glück einen schönen Platz ergattern. Danach fahren wir mit ebendiesem Shuttle zum Bear Lake und laufen noch kurz zu den Nymph und Dream Lakes. Am Abend geniessen wir die kühle Höhenluft und ein schönes Lagerfeuer.

Papi überrascht uns mit Cowboy ReitenFür den nächsten Nachmittag ist eine grosse Ueberraschung geplant. Am Morgen geht es aber zuerst noch steil rauf zum Bierstadt Lake (der heisst wirklich so) und weiter wieder zum Bear Lake. Mit dem Shuttle zurück zum Campingplatz. Umsteigen aufs Wohnmobil und ab nach Allenspark. Der Ort heisst wirklich so. Und ausserdem gibt es dort einen Pferde Stall. Und die nehmen uns heute Nachmittag mit auf einen kurzen Ausritt. Lukas darf sogar selber auf Happy reiten. Und Jonas 'steuert' Jam mitsamt Cornelia. Und Boon ächzt und stöhnt bei jeder Steigung. Was für einen Gaul haben die mir da nur gegeben ;-) Nach dieser gelungen Ueberraschung fahren wir zurück zum Campground für eine weitere Nacht.

Auf der höchsten Passstrasse Amerikas auf 12183 FussHeute geht es hoch hinaus, die höchste geteerte, durchgehende Strasse Amerikas, die Trail Ridge Road, steht auf dem Programm. Bis auf 3713 Meter über Meer quälen wir das Wohmobil. Und auf der anderen Seite auch wieder runter. Dabei machen wir Mittags- und Staudamm-Pause beim Colorado River. Derselbe Colorado River, der den Grand Canyon geformt hat und auf dem wir mit dem Boot gefahren sind; hier ist er noch ein kleiner Fluss. Wir fahren noch ein wenig weiter bos zum Idlewild Campground, wo wir bis in die tiefe Nacht spielen und feuern.

EURO Fussball-Fieber auf dem KOAAm Morgen finden wir noch einen Schatz ganz in der Nähe unseres Campingplatzes und danach fahren wir los Richtung Denver. Bevor wir in Denver noch ein wenig Shopping wagen, möchten wir auf einem KOA übernachten, damit die Kinder einen Pool und Abkühlung haben (und wir Internet und Wäscherei). Doch der KOA in Central City hat nur heisse Whirlpools für Erwachsene (wer braucht das schon bei über 30 Grad?), also entscheiden wir uns, noch bis zum KOA in Strasburg weiter zu fahren. Bereits bei der Ankunft dort sehen wir, Pool, Spielplatz, Schatten...es war eine gute Entscheidung. Doch dann bei der Anmeldung der Frust: Leider ist der Pool heute geschlossen, erst morgen kann wieder gebadet werden. Die Enttäuschung war riesig, aber zum Glück gibt es ja noch andere spannende Sachen.

Mount Cutler AufstiegNicht unbedingt der nächste Tag, denn heute wollen Cornelia und Peter shoppen. Die Jungs machen wacker mit und geben vor der Umkleidekabine ihr gnadenloses Urteil ab. Am Abend dann ein KOA in Colorado Springs. Und ja, der Pool ist offen und Abkühlung tut gut. Am nächsten Morgen ein kurzer Spaziergang auf den Mount Cutler. Und danach fahren wir wieder Richtung Gebirge. Dort oben ist es viel erträglicher. Und auf dem Colorado Campground finden wir mit viel Glück noch den letzten freien Platz. Es ist Father's Day Weekend und eigentlich alles ausgebucht. Aber Platz 81 ist am Morgen vorzeitig abgereist; so geniessen wir dort den Abend und das letzte Lagefeuer. Seither herrscht in ganz Colorado ein striktes Feuerverbot, weil die hohen Temperaturen und der starke Wind alles gnadenlos austrocknen.

Was man nicht alles für feine Schoggi machtTags darauf fahren wir wieder runter ins Tal in die Hitze (34 Grad) und arbeiten uns effizient durch ein grosses Outlet Center in Castle Rock. Danach nichts wie los und wieder rauf in die Berge. Zum Schluss fahren wir noch abenteuerliche 3 Meilen über Schotter- und Rüttel-Pisten zu unserem Campground. Aber es hat sich gelohnt. Viel Platz, wenig Leute und gar kein Lärm. Ausser unser Gelächter beim abendlichen Schoggi-Spiel.

Sekunden vor dem AufprallAls Ferienabschluss hatten wir heute den Besuch im Water World geplant, einem der grössten Wasserparks in Amerika. Und passend dazu brannte heute die Sonne mit 39 Grad vom Himmel. Da war Wasser wirklich die passende Abkühlung. Müde und zufrieden haben wir nun unseren letzten Campground im Cherry Creek State Park bezogen. Morgen steht Packen, Putzen und Allerlei auf dem Plan und dann heisst es auch schon 'Byebye Amerika'.

Mehr Bilder wie immer hier in der Gallerie.

Liebe Grüsse und bis bald
s'Allenspachs

Stägeli uf Stägeli ab..juheeJetzt sind wir doch schon 10 Wochen in den USA unterwegs. Doch die letzten Tage waren noch amerikanischer als zuvor. Nachdem wir als Abschluss unserer Yellowstone-Zeit den Oncle-Tom Trail zum eindrücklichen Wasserfall bezwungen hatten (328 Treppenstufen), ging es Richtung Osten nach Cody. Dort findet den ganzen Sommer lag jeden Abend ein Rodeo statt. Und genau heute am 1. Juni startet die diesjährige Saison. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so kennen wir jetzt neue Sportarten wie Bareback Riding, Bull Riding, Team Roping und was sich sonst noch so anstellen lässt mit wilden Pferden, Bullen und Cowboys und -Girls.

Sunset im Keyhole State ParkDer nächste Tag war mit Ausschlafen, Pancake-Zmorge, Pool-Schwumm, Einkaufen und Weiterfahrt nach Sheridan auch ohne speziellen Höhepunkt schnell vorbei. Noch ein wenig weiter planen (wir sind ein paar Tage vor unserer Planung, da liegt vielleicht sogar ein Ausflug in die Rocky Mountains drin) und dann ab in die Federn. Nach einem gemütlichen Morgen fahren wir weiter Richtung Devils Tower. Kurz davor erreichen wir unser heutiges Ziel, den Keyhole State Park. Auf dem Pronghorn Campground ist es dann gemütlich und ruhig und auch das Lagerfeuer brennt.

Vor des Teufels TurmAuf einer Schotterpiste machen wir uns am Morgen danach auf Richtung Devils Tower. Ein Fels-Turm der irgendwie unwirklich mitten in der Gegend steht. Beim Rundgang um den Koloss sehen wir die riesigen Fels-Säulen aus der Nähe. Und natürlich ist das Trümmerfeld ein Super-Klettergebiet! Da wir unser Wohnmobil bereits mehr als 5000 Meilen über die amerikanischen Strassen gehetzt haben und deshalb das Öl wechseln müssen, ist die Übernachtung heute in Rapid City angesagt.

Der Badlands Wind bezwingt jede FrisurAm nächsten Vormittag geniesst das Wohnmobil den Ölwechsel und schon bald sind wir wieder unterwegs. Weiter gegen Osten. In Wall besuchen wir den 'weltbekannten' Drug-Store. Eine Touristen-Falle mit ihrem eigenen Charme und einem wahren Chrüsimüsi an Attraktionen. Danach fahren wir weiter in den Badlands National Park. Dort treffen wir auf Wind, Sturm und eine einzigartige Landschaft. Heute reicht es nur noch für die diversen Aussichtspunkte auf dem Scenic Drive und einen Besuch im Visitor Center.

Grizzly trifft GrizzlyAber am nächsten Morgen machen wir uns früh auf und erklimmen den 'Notch', besuchen das 'Window' und erkundigen den 'Fossil Trail'. Alles kurze, aber abwechslungsreiche Wanderungen bei, wen wundert’s, windigem Wetter. Danach machen wir uns via Südausgang auf Richtung Black Hills. Unser Ziel: der Grizzly Campground! Bei dem Namen ist ja klar, dass es dort super schön ist, einen Bach zum Spielen gibt und auf dem Grill feine selbstgemachte Hamburger gebrutzelt werden. Dass wir alle in dieser Nacht von einer Horde Mini-Mücken jämmerlich verstochen werden (knapper Sieger ist Jonas mit 91 Stichen!)...naja, das kann passieren.

Alt, aber zeitlosWeil es am Morgen immer noch regnet, fällt die erhoffte Wanderung zum 'Little Devils Tower' leider ins Wasser (fürs erste). Dafür fahren wir gleich zuerst ins Mount Rushmore National Memorial. Die vier Köpfe sind eindrücklich, der Patriotismus der Amerikaner ebenso. Danach fahren wir durch enge Tunnels (Luft anhalten!) und abenteuerliche Brücken zum Custer State Park. Beim Besuch des Visitor Center erfahren wir, dass in 10 Minuten ein Ranger Programm zum Thema Goldwaschen beginnt. In Rekordzeit Sandwich gestrichen (und gegessen!) und Ranger Ashley weiht uns in die Geheimnisse des Goldsuchens ein. Fast eine Stunde lang waschen wir den Sand im nahen Salamander sind nicht glitschigBach, aber ausser kalten Füssen, nassen Kleider und ein bisschen 'Fools Gold' finden wir leider nichts. Als wir zurück zum Visitor Center kommen, beginnt dort gleich das 'Creepy Crawlies' Programm. Bei Salamander, Schlange, Schildkröte und Riesen-Kakerlake wollen wir natürlich auch dabei sein. Auf dem Weg zum Campground fahren wir durch ein starkes Gewitter. So stark, dass der Campground fast weiss vor Hagelkörnern ist.

S'Allenspachs (Mehr Bilder wie immer hier)

Nur zwei Wochen sind vergangen seit dem letzten Bericht, aber meteorologisch war es einZwergenaufmarsch im Goblin Valley ganzes Jahr! Zuerst ging es via Capitol Reef National Park (wo wir eine Klapperschlange am Wegesrand fast übersehen hätten) zum Goblin Valley SP. Da dort bereits vor Wochen alle Camping Plätze ausgebucht waren, hatten wir uns schon auf eine Nacht 'wild' campieren eingestellt. Doch der Ranger hat noch einen freien Platz (jemand hat abgesagt). Die Goblins im Valley sind faszinierend. Ein richtiger Kletter- und Spielplatz für Gross und Klein. Immer wieder fegt ein Sandsturm durch das Tal und dann heisst es 'Augen zu, Mund zu und warten'.

Little Wild Horse CanyonAm nächsten Morgen erkunden wir den Little Wild Horse Canyon. Ein schöner Slot Canyon, der mit seinen engen Passagen und geschwungenen Felsen zum Austoben und Fantasieren anregt. Als gegen Mittag ein Gewitter aufzieht, machen wir uns auf den Weg nach Moab. Wir wollen ja nicht in einer 'Flash Flood' mitgeschwemmt werden.

Moab ist eine echte Touristen Hochburg. Hier am Freitag Nachmittag ohne Reservation auf Wir sitzen alle im gleichen Booteinem Camping-Platz nach einer freien Site zu fragen, löst nur mildes Lächeln aus. Janu, wir sind dann halt zum nächsten Platz gefahren und haben die erstbeste Site genommen. Dafür standen wir da neben einem jungen Schweizer Paar und konnten ein wenig reise-fachsimpeln. Am nächsten Tag geht es ab auf den Colorado River. Wild ist das Wasser nicht wirklich, aber ein paar mal spritzt es doch ins Boot. Und zum Abschluss geniessen Lukas und Peter das Bad im Fluss. Brrrrr...

Nach einer weiteren Nacht in Moab (diesmal auf dem KOA), geht es am Morgen zuerst zum Corona Arch. Ein grosser Steinbogen, welcher aber ausserhalb des Arches Nationalparkes liegt. Deshalb darf man auch auf diesen Bogen klettern und die Waghalsigen seilen sich sogar dort Corona Arch - Mit Abseil-Seilab. So hat es auch recht viele Leute (u.a. eine ganze Gruppe von jungen Studenten, die dort das Abseilen üben), aber trotzdem eine schöne Wanderung. Beim Picknick unter dem Bogen treffen wir auch das Schweizer Paar vom Moab Camping wieder und wandern gemeinsam zurück. Für uns geht es dann noch in den Arches NP, wo wir zum Glück schon vor langer Zeit einen Platz resrviert hatten. Und erst noch einen schönen, mit 'Privat-Canyon'! Am Abend klettern wir auf einen Felsen und beobachten die teilweise Sonnenfinsternis. Gut ausgerüstet mit Schutzbrille und Dessert.

Am nächsten Morgen heisst es früh aufstehen. Um viertel vor 5 gehts los. Wir fahren zum

Geburtstag beim Delicate Arch
Trailhead für die Wanderung zum Delicate Arch. Oben angekommen geniessen wir den Anblick und die Ruhe. Und überraschen Jonas mit einem Geburtstags-Kuchen. Am Nachmittag verstecken wir uns vor der brennenden Sonne im engen Canyon zum Sand Dunes Arch. Ein schöner schattiger Sändelikasten!

Breit, breiter...Landscape ArchTags darauf heisst es wieder früh aufstehen, diesmal gehts zum Landscape Arch. Wirklich eindrücklich dieser lange, schlanke Steinbogen. Wir sind ja gespannt, wann der einstürzt? Nach dem Junior Ranger Schwur, diesmal erweitert um den Spontan-Zusatz 'I promise to always protect my brother', gehts wieder einmal auf den Highway. Salt Lake City ist unser Ziel und im dortigen KOA stürzen wir uns in den Pool.

Danach stürzen vor allem die Temperaturen. Am Vormittag besichtigen wir den Temple Square,Red Banks Campground - Schon einiges kälter sozusagen den Hauptsitz der Mormonen-Kirche. Am Nachmittag fahren wir weiter Richtung Norden und übernachten im Red Banks Campground im Bridger-Teton National Forest. Trotz Gas-Alarm mitten in der Nacht schlafen wir gut und lassen uns auch von Wind und Kälte nicht vom Zmorge unter Bäumen abhalten.

...und wir haben doch keine Schneeketten dabeiWeiter gehts Richtung Norden. Unterwegs machen wir Mittags-Halt bei einer 'atmenden Quelle', die immer 18 Minuten fliesst und dann wieder für 18 Minuten versiegt. Bereits die Fahrt dorthin ist abenteuerlich. Eine Wald-Schotter-Dreck-Strasse. Und es schneit ;-) Doch zum Glück kommt am Mittag die Sonne und so können wir die Quelle ohne Schnee-Schuhe besuchen. Nur Pech, dass diese Quelle erst im Sommer aktiv wird. Wir fahren weiter zum Wolf Creek Campground, wo wir die einzigen sind und die Ruhe geniessen.

Via Jackson (Einkaufen) sind wir dann in den Gran Teton NP gefahren. Schnee und Regen habenEndlich können wir die warmen Kleider mal anziehen sich abgewechselt. Aber pünktlich auf dem Signal Mountain Campground zum Lagerfeuer hat sich sogar die Sonne gezeigt. Aber heute will das Feuer nicht so richtig klappen. Als es dann beim 4. Versuch (!!) endlich gut aussieht, kommt der Regen wieder. Janu, wir haben ja zum Glück ein Zuhause dabei, mit Dach und Kochherd.

Regen macht noch schönerHeute fahren wir zum Jenny Lake. Wir wandern um den halben See und zum Inspiration Point hinauf. Und zurück fahren wir mit dem Shuttle Boat, versprochen Jungs! Der Rückweg vom Aussichtspunkt zum Bootsteg wird abenteurlich (Lawinenkegel und Bäume liegen quer über den Weg) und unten angekommen erklärt uns der Mann am Bootssteg, dass die Boote bei Gewitter nicht fahren! Zum Glück sind wir gut ausgerüstet und schlussendlich entscheiden wir uns dafür, den Weg zurück halt auch noch zu Fuss zu machen. Zurück auf dem Campground sind alle müde und die Kleider nass.

Am nächsten Morgen dann die weisse Ueberraschung. Alles eingeschneit. Eigentlich wollten wirWeisse Ueberraschung am Morgen heute weiter in den Yellowstone NP fahren. Ob das wohl klappt? Zuerst noch in Colter Bay den Gas-Tank aufgefüllt und dabei den aktuellen Strassenbericht erfahren. Die meisten Strassen im Yellowstone NP sind geschlossen oder nur mit Schneeketten befahrbar. Da wir keine dabei haben (zum Glück), bleiben wir halt noch im Grand Teton NP. Es hat eine Wäscherei, Duschen und ein Spielnachmittag im Wohnmobil lassen die Zeit schnell vergehen.

Heisse QuelleAm nächsten Tag haben die Schneeräumer im Yellowstone gute Arbeit geleistet. Wir können ohne Probleme und bei leichtem Schneefall in den Park fahren. Als erstes besuchen wir Old Faithful, die graue Eminenz der Geysire. Fast eindrücklicher als der Geysir selber ist die touristische Infrastruktur um ihn herum. Wir bestaunen seinen Ausbruch dreimal, von vorne, von oben und von rechts. Die Nacht verbringen wir dann auf dem Madison Campground.

Fall nicht runter, kleiner BruderHeute bestaunen wir die verschiedenen geothermischen Aktivitäten, Geysire, heisse Quellen, Schlamm Töpfe, Fumarole (heisser Dampf) und wie sie alle heissen. Sehr faszinierend. Nach dem Picknick besuchen wir noch die Mystic Falls. Und wir kaufen Bear Spray!

Am nächsten Tag besuchen wir das Norris Geysir Basin und treffen dort per Zufall eine Familie aus Deutschland, welche ebenfalls längere Zeit unterwegs ist und uns vor einer Woche in unserem Gästebuch hier eine Nachricht hinterlassen hatte. Die Kinder geniessen das gemeinsame Spielen und die Erwachsenen tauschen Erfahrungen aus. Am Lagerfeuer lassen wir den Tag ausklingen und gehen zeitig ins Bett im Mammoth CG.

Fang mich doch!Früh am Morgen gehen wir los, wir wollen mal schauen, ob es auf dem Beaver Ponds Trail wirklich Biber zu sehen gibt? Für die Bären nehmen wir den Bear Spray mit. Leider sehen wir dann 'nur' Squirrels, Bison, Elk, Vögel und Schmetterlinge. Kurz nach dem Mittags-Picknick fahren wir weiter; wir hoffen, noch einen Platz im Tower Fall CG zu ergattern. Zum Glück ist noch ein Platz frei, zwar schräg, aber dafür ist der Campground sehr schön, klein, im Wald gelegen und mit netten Nachbarn. Die beiden College-Girls und unsere Jungs verstehen sich super. Fangis, Ball spielen und Plaudern. Nach dem Znacht laden Lukas und Jonas die beiden noch zum Uno spielen zu uns ins Wohnmobil ein. Ein wirklich lustiger Abend...

Mehr Bilder wie immer in unserer Gallerie. Bis bald und liebe Grüsse
s'Allenspachs

Glitzerstadt Las VegasWas für ein Schock! Las Vegas ist wirklich einzigartig! Zwar konnten wir kein Geld an den Automaten oder Tischen verspielen, da die Casinos in diesen Bereichen wirklich allergisch gegen Kinder sind. Aber das ganze Glitzer, Bling-bling, Klimpern,... einfach die Hektik in dieser Stadt waren ein komplettes Kontrast-Programm zur Ruhe und Natur auf der Reise bisher. Trotzdem sind wir froh, diese Stadt gesehen zu haben (und einmal Las-Vegas-Buffet-Style gegessen zu haben).

Fire Wave bezwungenNoch froher waren wir aber, als es dann weiter Richtung Valley of Fire ging. Nur knapp 100 Meilen von Las Vegas entfernt sind wir wieder in die Ruhe und Gemütlichkeit der Natur eingetaucht. Mal abgesehen vom Brummen der Klimaanlage, welche bei über 35 Grad willkommene Abkühlung bringt. Frühmorgens ist es aber sehr angenehm und wir suchen (und finden) die Fire Wave und die White Domes. Wirklich faszinierend, in welchen Farben und Formen sich die Steine hier präsentieren.

Abkühlung im Lake MeadAuf dem Weg in den Snow Canyon SP machen wir Halt am Lake Mead. Abkühlung im kühlen Wasser und dabei den Amerikanern beim Wassersport zusehen. Also alles, was sich im Wasser mit Motor bewegt, Jetski, Wasserski, Motorbot,... Im Snow Canyon ist das Klettern im Campground verboten! Schade, aber dann machen wir uns halt wieder mal frühmorgens auf und bezwingen die versteinerten Dünen im Park. Dort dürfen, ja müssen wir klettern, klettern und nochmals klettern.

Ein neuer Style muss seinBevors weiter Richtung Zion NP geht, muss ein Coiffeur her! Die Männer müssen ihre Mähnen stutzen! Frisch gestylt gehts dann weiter. Kurz vor dem Zion NP versuchen wir unser Glück im Quail Creek SP. Den letzten freien Platz schnappen wir uns natürlich gerne, Wohnmobil parkiert und ab in die Badehose! Als Abschluss des gemütlichen Tages gibt es wieder mal Feines vom Grill.

Gut gesichert zum Hidden CanyonFür die nächsten zwei Nächte geht es dann in den Zion NP. Zum Glück hatten wir bereits vor langer Zeit unseren Platz auf dem Campground reserviert. Alles ausgebucht! Unser Platz hatte sogar Privatstrand ;-) Neben Junior Programm (inklusive Jonas als Bighorn Sheep) und Shuttle fahren, war die Wanderung zum Hidden Canyon das Highlight. Anfangs sehr steil, dann sehr ausgesetzt und zum Schluss sehr 'hidden'.

Nach der Wanderung war Relaxen am Privatstrand angesagt. Sogar Baden und Schwimmen (gegen den Strom) war gut möglich im kalten Virgin River. Wir hatten den Fluss fast für uns alleine. Nur eine andere Familie war mutig genug, sich dem reissenden Strom zu stellen. Schweizer ;-) Zwei Kinder im gleichen Alter wie Lukas und Jonas. Die Kinder spielen zusammen, die Erwachsenen tauschen Erfahrungen aus. So gemütlich, dass daraus sogar ein gemeinsames Znacht vom Grill wird und die Kinder weiter spielen, bis sich unser Besuch im Dunkeln auf den Heimweg machen muss. Durch den kalten Virgin River!

Bryce CanyonDanach fahren wir weiter zum Bryce Canyon NP. Weil wir die Uebernachtung bereits im Kodachrome Basin SP gebucht haben, machen wir nur einen kurzen Besuch. Wir fahren mit dem Shuttle zu den Aussischtspunkten entlang des Canyon Rand und staunen über die bizarren Felsformationen. Vielleicht kommen wir morgen nochmal für eine Wanderung in den Canyon hinunter.

Das Wandern ist der Allenspachs LustDoch der Kodachrome Basin SP gefällt uns so gut, dass wir lieber dort eine Wanderung machen. Weniger Menschen, bizarre Felsfinger und ein spannender Weg machen das zur genialen Morgen-Wanderung. Danach gehts los auf eine lange Fahrt durch rote Steine, grüne Wälder und über viele Kurven. Bis wir in Torrey auf dem Thousand Lakes RV Park wieder einmal Halt machen und Wäsche waschen müssen. Viel Wäsche!

Mehr Bilder wie immer in der Gallerie.

Schöne Feiertage wünschen Euch d'Allenspachs

Die Zeit vergeht wie im Flug hier. Immer wenn Bericht schreiben angesagt ist, wird Happy Birthdayuns so richtig bewusst, wieviel wir hier erleben dürfen. Nachdem wir am Morgen in kleinem Rahmen den 6. Geburtstag von Lukas gefeiert hatten, ging es weiter Richtung Sedona. Ein wirklich schönes Gebiet, in welchem wir schlussendlich ganze 5 Tage verbrachten.

Am ersten Tag war eigentlich eine Wanderung auf den Cathedral Rock geplant. Also machte sich die naive Familie Allenspach am Morgen auf die Fahrt zum Parkplatz am Trailhead. Aber Sedona ist eben nicht gleich einsam und menschenleer wie der Süden Arizonas. Der Parkplatz war voll, so voll, dass wir sogar rückwärts wieder raus manövrieren mussten. Sehr lustig mit dem Wohnmobil!

Eine Jeepfahrt die ist holprigGanz spontan wurde das Programm umgestellt. Ein kurzer Spaziergang durch das Touristen-Zentrum von Sedona und aus den vielen Angeboten pickten wir uns eine kurze Jeep-Tour raus. 2 Stunden lang mit dem Namen 'The Lil'Rattler'. Und geschüttelt hat es dann auch!

Danach ging es zurück auf den Campingplatz Lo-Lo-Mei, wo der Oak Creek zum Stauen, Baden und Planschen geradezu einlädt. Am Abend wurde dann die Planung für den nächsten Tag überdacht, damit uns nicht nochmal dasselbe passieren sollte.

Da vorne gehts runterDoe Mountain war dann die Wanderung. Frühmorgens war auch noch genug Platz auf dem Trailhead und so geing es bald steil bergauf. Und nicht viel später waren wir dann auch auf dem 'Dach' dieser Mesa, dieses Tafelberges. Der Rundum-Weg entlang des Randes war fast länger als der Auf- und Abstieg. Und vor allem gab es dort keine Geländer. Freie Sicht in den Abgrund sozusagen.

Nach dieser Kurz-Wanderung war für den nächsten Tag die West Fork geplant. Eine bekannte und wie sich zeigen sollte, beliebte Wanderung in einen Seiten-Canyon des Oak Creeks. Weil wir noch Gas füllen mussten (es soll ja schon bald wieder kälter werden), wurde es ein wenig später. Und prompt hiess es vom Ranger beim Trailhead-Parkplatz, dass es für Wohnmobile keinen Platz mehr hat!! Janu, wieder spontan umplanen und halt bereits heute auf den Slide Rock State Park. Kalt aber lustigDas Bild sagt eigentlich schon alles. Es war lässig, lustig, genial, nass und kalt! Und als wir endlich genug vom nassen Spass hatten und zurück zum Wohnmobil kamen, stand doch dort noch ein weiteres Roadbear Wohnmobil. Genau wie unseres. Ein kurzer Blick hinein, könnte es wirklich sein? Ja doch, die Familie Lepri! Eine Riesen-Ueberraschung für die Kinder (die Erwachsenen waren nicht ganz so überrascht). Den Abend verbrachten wir dann im Pine Flat Campground zusammen und die Kinder spielten (Stirnlampen sei Dank) bis in die tiefe Nacht.

West Fork - 26 mal ueber den selben FlussAm nächsten Morgen haben wir noch gemeinsam Janic's Geburtstag gefeiert. Danach trennten sich unsere Wege und wir wagten einen weiteren Versuch für die West Fork. Heute hatte es Platz für unser Wohnmobil und der Weg war die Mühen wert. Ganze 13 mal mussten wir den kleinen Bach auf unserem Weg überqueren. Und auf dem Rückweg natürlich nochmals.

Am nächsten Morgen hiess es Abschied nehmen von der Region Sedona und die Fahrt ging weiter Richtung Norden. Im Sunset Crater Volcano Park konnten wir einen Vulkankrater entdecken, einen kleineren sogar besteigen und seither entdecken die Kinder immer wieder Vulkane auf unserer Fahrt. Danach weiter ins benachbarte Wupatki Monument, wo die 900-jährigen Ruinen einese früheren Indianer-Volkes zu besichtigen sind. In beiden Parks konnten die Jungs noch ihre Junior-Ranger Sammlung erweitern.

Wild campen - Einsamkeit purDer Campground bei diesen Parks öffnet erst in einer Woche! Aber der Ranger weisst uns auf die Möglichkeit hin, auf öffentlichem Land des National Forest wild zu campieren. Zuerst sind wir ein wenig unsicher, aber zum Glück haben wir es gewagt. Es war traumhaft, einsam und schön. Wenn möglich werden wir das jetzt öfter probieren.

Als Kontrast zur Einsamkeit ging es dann zum Grand Canyon. Mit 4.5 Millionen Besuchern pro Jahr nicht gerade ein einsamer Platz. Aber zum Glück waren wir nicht in der Hauotsaison da und die Menschenmassen verteilen sich auch recht gut (das Ding ist eben wirklich gross!). Zuerst einmal einen Überblick verschaffen, Visitor Center besuchen und Camping Platz erkunden. Aufgrund der Empfehlungen der Ranger beschliessen wir, am nächsten Morgen früh zu starten (Wander Shuttle Bus um 05.00 Uhr) und den South Kaibab Trail bis zur Cedar Ridge zu probieren.

Nur schon das Aufstehen um halb 5 ist ein Erlebnis für die Kinder (und uns!). Die Wanderung ist nicht sehr schwierig, aber sehr windig! Das Farbenspiel im Grand Canyon ist imposant, jede Einfach zum GeniessenMinute ändert sich das Bild. Schon nach einer guten Stunde sind wir an unserem Umkehrpunkt angelangt. Nach einer kurzen Pause heisst es dann wieder alles rauf! Zum Glück sind wir so früh unterwegs. Später wird es richtig heiss werden und wir verstehen, weshalb überall auf die Gefahren einer Canyon-Wanderung im heissen Sommer aufmerksam gemacht wird. Schon um 09.00 sind wir wieder oben, ein bisschen müde und hungrig. Also ab ins Grand Canyon Village, wo wir uns ein zweites Frühstück gönnen. So richtig amerikansich mit Ei, Speck, Bohnen,...

Kleiner Wanderer ganz muede beim grossen BruderDanach fuhren wir noch ein wenig Shuttle-Bus. Canyon Rand runter und wieder rauf. Da werden auch tüchtige Wandersleute müde! Den Nachmittag geniessen wir dann auf dem Camping und am Abend wird wieder mal grilliert. Am nächsten Morgen wird ausgeschlafen (die Sonne geht auch ohne uns auf!) und dann gemütlich los Richtung Süden. Seligman ist unser Ziel heute. Ein nicht speziell gemütlicher KOA Campingplatz, aber Wäsche waschen muss wieder mal sein (die Unterhosen gehen aus) und auch ein Pool wäre schön. Leider ist der aber geschlossen. Dafür ist der Wind so stark, dass wir die Drachen wieder mal fliegen lassen können.

Am Morgen wird es dann richtig nostalgisch. Route 66 nach Kingman. Hin und wieder ein schönes altes Auto, viele Harleys und kitschige Nostalgie-Cafes am Strassenrand. Dazwischen noch Keepers of the Wild, eine Art Zoo für pensionierte, verwahrloste oder sonstwie gerettete Tiere. Und am Nachmittag dann ein schöner KOA in Kingman. Viel Grün und eine lässige Poolanlage. Und Nachbarn aus Dänemark mit einem Buben, der gerne Fussball spielt! Erst als es so dunkel ist, dass man den Ball wirklich gar nicht mehr sieht, ist es Zeit fürs Bett.

Heute morgen wird noch das 'Administrative' erledigt, letzte Wäsche gewaschen, Tagebuch und Berichte geschrieben, bevor es dann Richtung Las Vegas geht. Wir sind gespannt auf die Stadt. Nochmals etwas komplett anderes als bisher!

In der Gallerie findet Ihr noch mehr Bilder. Und vielen Dank für die vielen netten Einträge im Gästebuch. Die Jungs (und wir auch) freuen sich immer, etwas von den Lieben zuhause zu lesen!

D'Allenspachs

Die letzten zwei Wochen waren wir meistens offline und ebenso häufig am Schwitzen. Hier im Südwesten erlebten wir einen auch für Arizona äusserst heissen Frühling. Temperaturen über 35 Grad (am Schatten) waren schon fast die Regel *schwitz*. Aber fangen wir doch am Anfang an:

Zum Start der 2. Etappe fuhren wir von Blythe über 4 Stunden ganz in den Süden an die Grenze zu Mexico in das Organ Pipe Cactus National Monument. Auf dem Weg dorthin sind uns die Wanderung im Organ Pipe Cactus NMFahrzeuge der Border Patrol aufgefallen. Eigentlich waren diese sogar die einzigen Fahrzeuge, welche dort ebenfalls unterwegs waren! Der Park selber und der Campground waren ruhig und einsam, aber sehr schön. Neben dem bereits obligaten Junior Ranger Programm haben wir auch ein paar kleinere Wanderungen unternommen und ansonsten einfach die Ruhe und den Sternenhimmel genossen.

Auf unserer Fahrt zurück Richtung Norden wurden wir dann prompt an einem Kontrollpunkt der Border Patrol angehalten. Dank unserer Schweizer Pässe, dem Schweizer Akkzent und unseren 'handsome kids' konnten wir aber unbehelligt weiterfahren. Und weder die mexikanischen Flüchtlinge im Wohnmobil noch die Drogenpakete im Kofferraum wurden entdeckt ;-)

Westlich von Tucson erreichten wir dann unser nächstes Ziel. Der Gilbert Ray Campground war fast leer, die Hauptreisesaison hier scheint also wirklich vorbei zu sein. Von hier aus erkundeten wir das Sonoran Desert Museum, welches wirklich sehr empfehlenswert ist. Sowohl die Tiere als auch die Landschaft; und bei diesem Wetter auch die vielen schattigen Plätzchen. Am nächsten Tag wurden die Jungs als Junior Rangers im Saguaro NP vereidigt und dies sogar noch über die Sprung ins kühle NassLautsprecher verkündet. Danach ging es auf Empfehlung eines Rangers in den Sabino Canyon, wo ein Schuttle-Bus den Touristen das Leiden beim Aufwärts- (und sogar beim Abwärts-) Wandern abnimmt. Wir haben wenigstens ein paar Stationen per pedes bewältigt und dabei auch gleich ein kühles Bad im Sabino River genossen. Eine Wohltat für überhitzte Körper (und Gemüter!).

Noch schnell ein paar leckere Donuts bei der angeblich besten Donut-Bäckerei in den USA und Wild Wild Westweiter gehts wieder Richtung Süden. Mitten hinein in den guten, alten Wilden Westen. Oder zumindest was die Amis in Tombstone uns Touristen als selbiges verkaufen. Die Gunfights wirken immer noch nach in den Spielen der Jungs (leider!), aber wenigstens musste niemand ins Jail.

Nach der vollen Dosis 'Tourismus' ging es weiter in das etwas abgelegene Chiricahua NM. Obwohl dort ein grosser Waldbrand im letzten Sommer rieisge Flächen niedergebrannt hat, war dieser Balanced Rock in Chiricahua NMPark eines der bisherigen Highlights. Neben eines wunderschönen Campgrounds (nur 22 Plätze, welche bereits am Vormittag fast ausgebucht waren), haben uns vor allem die Natur und die skurrilen Felsformationen mit den 'Balanced Rocks' fasziniert. Auf unserer ersten kurzen Wanderung haben wir dort auch einen Bären gesehen!

Nach zwei Nächten dort, machten wir uns wieder auf Richtung Tucson und im Colossal Cave Mountain Park ging die Ruhe weiter bzw. die Einsamkeit wurde nochmals gesteigert. Keine Menschenseele weit und breit, nur das Heulen der Coyoten in der Nacht.

Weiter Richtung Norden vorbei an Tucson war unser nächster Halt im Picacho Peak SP. Eigentlich war dieser Park nur als Übernachtung zwischen Tucson und Phoenix gedacht. Und bei 38° waren wir vor allem froh um den Stromanschluss für die Klimaanlage. Aber dieser Park hatte noch Bergvagabunden sind wir...mehr zu bieten, eine spektakuläre Wanderung auf ebendiesen Picacho Peak. Die Aussicht auf einen Gipfelsturm mit Klettern am Stahlseil liess bei Lukas und Jonas schnell den Wunsch nach einer Wanderung dorthin aufkommen. So gingen wir frühmorgens los und gesichert am Seil ging es zwei Stunden nach oben. Obwohl wir dann noch nicht ganz oben auf dem Gipfel angekommen waren, entschieden wir uns zum Abstieg, damit die Tour nicht zu lang würde.

Noch vor dem Mittag konnten wir dann weiterfahren Richtung Lost Dutchman SP in Phoenix, wo wir den Nachmittag gemütlich ausplämpern liessen. Mit Grillieren, Lagerfeuer und Sandspiel. Am nächsten Tag war auf Wunsch der Kinder ein Besuch im Zoo von Pheonix angesagt. Und jetzt sind wir wieder einmal auf einem KOA Campground, diesmal in Black Canyon. Wäsche waschen, Berichte schreiben und nächste Tage planen.

Zum Schluss noch ein paar interessante oder auch unwichtige Zahlen und Fakten aus den ersten 4 Wochen:

  • Medizinische Ereignisse
    9 x Sonnenbrand
    2 x Verbrennungen
    2 x Sturz vom Alkoven-Bett
    5 x offene Knie (und andere Gelenke)
    73 x Dornen, Stacheln und andere Fälle für die Pinzette
  • Verloren gegangen
    1 x rechte Sandale
    2 x Hüetli Kinder
    3 x Socken (2 linke und 1 rechter)
    1 x Griff Blackwater-Tank-Auslass-Schieber
    1 x Geduld
    35 x 1-Dollar (Parkbusse)
  • Wichtigste Alltagsgegenstände
    Sonnencreme
    Sonnenbrille
    Sonnenhut
    Wasser
    Quarters (25 Cent Stücke)
    Nilpferd und Rössli
    Eis

Gute Nacht wünschen wir Euch allen und wir freuen uns auf morgen wenn Lukas seinen sechsten Geburtstag feiert. Natürlich seid Ihr alle herzlich eingeladen, die Adresse findet Ihr hier.

Liebe Grüsse
s'Allenspachs

Als Abschluss unserer ersten Etappe erwartet uns bald ein Pancake-Breakfest hier auf dem KOA Campground in Blythe. Danach heisst es dann 'Tschüss California' und 'Welcome to Arizona'. Das Wetter ist für hiesige Verhältnisse kühl und windig. Erst in zwei, drei Tagen soll es dann wieder die üblichen 30 Grad werden.

In den letzten Tagen haben wir eine grosse Bandbreite an Aktivitäten und Landschaften gesehen. Vom Flugzeugträger (imposant) über den gemütlichen State Park in den Bergen (Alle kletternmit Gipfelbesteigung fast wie zuhause) zum Joshua Tree National Park. Dieser hat uns allen sehr gut gefallen. Die Landschaft und vor allem die vielen Kletter-Felsen waren faszinierend. Dort könnten wir noch viel mehr Zeit verbringen.

In der Gallerie findet Ihr noch mehr Bilder von den letzten Tagen.

Liebe Grüsse und en Guete

d'Allenspachs

Auch hier in Amerika wird Ostern gefeiert und sogar Ostereier gesucht. Oder besser gesagt, 'gejagt', aber dazu später mehr.

Nach dem Umweg wegen des Erdrutsches (siehe letzten Eintrag), mussten wir eine längere Fahrstrecke nach Pismo Beach SB einlegen. Nach fast 3 Stunden Fahrt (begleitet von Kasperli undPismo Beach - Endlich wieder Strand Co.) wurden wir dafür mit einem schönen Campingplatz an einem noch schöneren Strand belohnt. Leider war es immer noch sehr windig, aber das hat uns nicht davon abgehalten, eine riesige Sandburg zu bauen. Nicht zu nahe am Wasser, da dort der feste Sand als Fahrspur für die hiesigen Ami-Schlitten herhalten musste. Autofahren am Strand -- ein eher ungewöhnlicher Anblick!

Peter ist auch dabeiDen Abend liessen wir gemütlich am Lagerfeuer ausklingen -- inklusive Schoggi-Bananen! Am nächsten Morgen noch ein kurzer Kontrollgang zur Sandburg (sie steht wohl immer noch!) und dann los nach Carpinteria SB. Der bisher enttäuschendste Campingplatz. Eigentlich nur ein Parkplatz am Meer, Wohnmobil neben Wohnmobil. Dafür haben unsere Kinder beim Nachbarn ein inreressantes Spiel entdeckt und so lange zugeschaut, bis sie mitspielen durften (kurze Hilfe von Cornelia Spielen trotz Fremdspracheüberwand die Sprachbarrieren). Während die Kinder Ladder-Golf spielten, haben wir im gemütlichen Schwatz mit den Nachbarn noch einige Tipps für die weitere Reise erhalten. Ein gemütliches Lagerfeuer war auf dem Platz nicht drin, aber dafür gibt es ja noch genügend Gelegenheit.

Den Karfreitag begingen wir wenig feierlich auf den vielspuringen Strassen in und um Los Angeles. Hier zu fahren war echt kein Vergnügen, nicht mal der Tempomat, der es Peter sehr angetan hat ;-) konnte da was ändern. Mindestens 5 Spuren, manchmal auch 8 und mehr...und dazu viele, viele Autos! Aber auch diese Fahrt ging zum Glück und unfallfrei zu Ende und wir campierten in Doheny SB. Kein Super-Campingplatz, aber nach der Erfahrung von gestern, allemal eine Uebernachtung wert. Sogar der Wind am schönen Strand liess gegen Abend endlich nach. So windstill, dass auch die beiden Riesen-Fleisch-Stücke auf dem Grill schön brutzlig wurden. Hmmm!

Samstag Morgen machten wir uns zeitig auf den Weg, damit wir rechtzeitig in San Diego auf dem KOA Camping ankommen. Wegen Ostern ist hier nämlich allerlei los! Am Mittag gehen die Jungs auf 'Easter Egg Hunt', so typisch amerikanisch mit Osterhasen-Figur-Verkleidungs-Typ auf dem Elektrowägeli, Anleitungen über Lautsprecher und im Cheerleader-Ton und ganz vielen bunten Plastikeiern, welche mehr schlecht als recht versteckt im Gras liegen. 3-2-1-Los! Und in jedem Ei San Diego KOA - Kletterwandetwas Süsses oder etwas noch Süsseres. Später versucht sich Lukas erfolgreich an der Kletterwand und auch etwas Kreatives darf nicht fehlen. Batik-T-Shirts und Eier-Färben runden das volle Oster-Animations-Programm ab.

Und heute ging es ab nach Sea World. Eine Mischung aus Zoo, Vergnügungspark und Naturschutz-Unterricht. Am bekanntesten sind sicher die Shamu, die Orca-Killerwale. Deren Show war wirklich imposant, die Kraft und Dynamik dieser Tiere aus der Nähe zu erleben Orca in Seaworldwar eindrücklich. Zum Glück nicht allzu nahe, denn die Reihen vor uns gingen sehr nass aus der Vorstellung ;-) Aber auch die Delphine, Schildkröten, Haie, Eisbären, Belugas, Pinguine und allerlei andere Tiere waren interessant. Dazu ein Spielplatz inspiriert von der Sesamstrasse, ein paar Achter- und sonstige Bahnen und viele, viele Konsum-Gelegenheiten.

Weitere Bilder findet Ihr in unserer Gallerie (siehe Menü oben).

Nach den ersten 10 Tagen sind wir jetzt langsam so richtig angekommen und schon ein wenig Routine in gewissen Dingen. Jetzt geht es dann weg vom Strand und mehr Richtung Landesinnere und Wüsten-Gebiete. Wir freuen uns auf einsamere Campingplätze und Sternenhimmel.

Dank eines Erdrutsches auf dem Highway 1 haben wir nun einen Umweg von fast 100 Meilen hinter uns. Und eine Nacht auf dem mittelmässig gemütlichen KOA in Salinas. Aber dafür ist die Wäsche gewaschen und dank Internet haben wir auch ein paar Fotos von unserer ersten Woche in Amerika für Euch.

Heute gehts wieder an den Strand, Pismo Beach wartet auf uns. Juhui!

  • Jetzt gehts los
  • Alles wird genau kontrolliert
  • Unser Zuhause
  • Wo ist denn hier das Ketchup??
  • Golden Gate von unten
  • Alles schön bunt hier
  • Schon müde?
  • Unser erster State Park
  • Die ersten Donuts

Guten Morgen...oder guten Nachmittag!

Eigentlich sollten wir doch schlafen, wenn es draussen dunkel ist. Aber wenn der Körper immer noch auf Schweizer-Zeit läuft, ist morgens um 2 Uhr halt schon Zeit zum wach sein. So ist es uns allen in der ersten Nacht in Amerika ergangen. Nach einem langen Flug, der zwar ein wenig verspätet, aber ohne Probleme verlaufen ist (Essen, Ueberraschungen und Fernsehen sei Dank ;-) sind wir am Mittwoch Nachmittag in San Francisco gelandet. Zügig durch das ganze Prozedere durch, wobei die Dame vom Immigration Amt ein wenig gestaunt hat, dass wir hier 'nur' Ferien machen, aber trotzdem 12 Wochen bleiben werden. Wegen der Verspätung war dann leider niemand mehr erreichbar bei unserem Wohnmobil-Vermieter Roadbear, so dass wir den Transport für Donnerstag leider nicht bestätigen konnten.

Dann schnell den Shuttle ins Hotel gesucht und bereits zum ersten Mal mit den amerikanischen Dimensionen Bekanntschaft gemacht. Ein riesiger, pechschwarzer Shuttle-Bus ganz für uns alleine. Wow! Das Hotel war dann nicht mehr so Wow! und hatte sicher schon bessere Zeiten erlebt. Aber die Betten waren gemütlich und nach einem kurzen Spaziergang an der Bucht waren wir auch schon alle reif. *Schnarch*

Um 2 Uhr war die Nacht auch schon wieder vorbei. Oder zumindest der Schlaf. Also Spiele und Bücher ausgepackt, Globi und der blaue Dino gehört und dann noch eine kurze Stunde Halbschlaf...und schon war Zeit für das Zmorge-Buffet. Umsorgt von vielen aufmerksamen und kinderliebenden Angestellten haben wir die Auswahl genossen. Und danach die Ueberraschung, Roadbear wird uns bereits um halb Zehn abholen! Genial, denn das gibt uns ein paar Stunden mehr Zeit für den ersten Tag.

Nach der Shuttle-Fahrt werden wir bei Roadbear empfangen und sehen zum ersten Mal unser Zuhause für die nächsten 12 Wochen. Eine knappe Stunde später sind wir instruiert, das WoMo auf Schäden gecheckt, das Gepäck geladen, die Kinder angeschnallt und fahren los. Richtung FoodMax. Dort gibt es zuerst einen Moment des Innehaltens, die Auswahl ist echt riesig! Dann werden die beiden Einkaufswägeli XXL gefüllt und weiter gehts zum Walmart. Dort noch ein paar Non-Food Artikel gekauft. Dazu ein erster Versuch, eine US-SIM Karte fürs Telefon zu ergattern, der aber kläglich scheitert.

Und dann sind wir wirklich unterwegs. Nach Pentaluma, wo wir im KOA Campground Unser Zuhauseunsere erste Nacht im WoMo verbringen. Und gleich neben unserem Stellplatz ist der Spielplatz! Lukas und Jonas geniessen die Möglichkeit zum Austoben. So intensiv, dass beide beim Nachtessen fast einschlafen. Schnell noch Zähne Putzen und 3 Minuten später schlafen beide friedlich in ihrem Himmelbett.

Und langsam stellt auch die innere Uhr um, heute war erst um 5 Uhr Tagwache. Wenn es so weiter geht, werden wir ja noch zu Langschläfern ;-) Ein bisschen Spielen, Zmorge, Abwaschen und Internet Zugang ausprobieren. Danach sind heute noch letzte Einkäufe geplant, Outlet Center und ein weiterer Versuch für eine SIM Karte. Und heute Abend nochmals hier im KOA.

Liebe Grüsse in die Schweiz
d'Allenspachs