auch unsere lange Reise endet jetzt. Doch bevor wir morgen Mittwoch das Wohnmobil zurückgeben und dann von Settle via Frankfurt nach Zürich fliegen, möchten wir noch die letzte Woche Revue passieren lassen.

Bio-Cola im Bio-CafeAm Dienstag feiern wir den 1. August, indem wir auf der ganzen langen Fahrt nur Schweizer Musik hören! Oder Kliby und Caroline Sketche, welche die Jungs schon fast auswendig kennen. Bereits nach einer Viertelstunde machen wir einen kurzen Zwischenhalt bei den Multnomah Falls, den zweithöchsten Wasserfällen Amerikas. Recht eindrücklich, vor allem auch die ganze touristische Infrastruktur, die darum herum aufgebaut wurde. Positiver Nebeneffekt: Es gibt richtigen Kaffee für die Weiterfahrt.
Danach legen wir in Portland einen Shopping-Stopp ein, bevor wir dann weiter Richtung Küste fahren. Dabei kommen wir nochmals in Astoria vorbei und wollen dort das Marine-Museum anschauen (welches wir beim ersten Mal leider auslassen mussten) und beim Glace-Stand nochmals ein feines Glace geniessen.
Leider hat der Glace-Stand geschlossen :-( Aber dafür finden wir eine vegane Organic-Bakery, wo es so etwas ähnliches wie richtiges Brot gibt. Dazu guten Kaffee und für die Jungs eine Bio-Cola mit chinesischen Kräutern, hmmmm.
Wir fahren weiter über die lange und steile Brücke nach Norden und zum Cape Disappointment CG. Wir sind gar nicht enttäuscht von unserem Platz mit eigenem Kletterfelsen und am Strand finden wir viel Schwemmholz und regelrechte Schutzhütten aus ebendiesem Holz.

 Fast wie bei BaywatchAm Mittwoch Morgen erwandern wir noch die Jetty, den Steinwall, welcher die Bucht der Columbia River Mündung vor den Wellen schützen soll. Dort sehen wir einige Fischer, bei einem Stolzen sind wir sogar Zeuge beim erfolgreichen Fang. Danach folgt eine längere Fahrt nordwärts, leider nicht alles der Küste entlang. Dafür ist unser Ziel, der Kalaloch CG im Olympic National Park direkt am Meer. Von unserer grünen, überwachsenen Site führt sogar ein direkter Weg zum Strand. Dort geniessen wir den Nachmittag mit Baden und Wellen jagen im kalten Wasser, Burgen bauen im Sand und einfach Sein.

Sprung ins kalte (Süss-)WasserAm nächsten Morgen fahren wir zum Lake Quinault, einem anderen Teil des Olympic National Park. Dort machen wir eine kurze Wanderung durch den Regenwald und springen freudig in das Süsswasser des Sees. Noch ein kleines Picknick am See und dann fahren wir sauber und erfrischt wieder zurück ans Meer. Dort wird wieder gebaut was das Zeugs bzw. der Sand hält. Am Schluss haben wir einen robusten Leuchtturm, welcher fast der Flut wiederstehen kann, und eine gemütliche Sitzbank aus Sand vollbracht. Und nach dem ZNacht auf dem Campground gehen wir nochmals ans Meer und lassen den Tag gemütlich bei einem Strand-Lagerfeuer ausklingen.

Am Freitag verlassen wir die Küste, oder zumindest die Pazifik-Küste. Zuerst fahren wir ins Innere des Parks, zum Hoh Rain Forest. Dort staunen wir über den Regenwald, das Moos, die Atmosphäre, einfach alles ist irgendwie magisch dort. Zum Glück sind wir früh dort, so dass wir ohne Probleme einen Parkplatz für unser Wohnmobil finden. Als wir von den zwei kurzen Wanderungen zurück sind, ist alles voll. Bevor wir weiter Richtung Tagesziel fahren, essen wir noch einen kleinen Picknick-Lunch.
Schoko-Schoko-Schoko KuchenDanach fahren weiter zum Sol Duc, dort gibt es heisse Quellen, ein Resort (so ähnlich wie Bad Zurzach, nur viel kleiner) und einen schönen Campground. Spontan entscheiden wir uns, im Resort Restaurant zu essen. Neben einem feinen Znacht und leckeren Desserts gibts auch gratis einen guten Wandertipp für den nächsten Tag.

Am nächsten Morgen fahren wir früh die paar Minuten zum Trailhead, wo schon viele Parkplätze besetzt sind. In der Region gibt es viele Möglichkeiten für mehrtägige Wanderungen. Wir gehen los zum Deer Lake, auf einem schönen, abwechslungsreichen Wanderweg quer durch den Wald. Oben angekommen geniessen wir die Ruhe am See, essen ein frühes Zmittag aus dem Rucksack und wandern wieder zurück. Cornelia und Lukas gehen noch zu Fuss zurück zum Campground, während Jonas und Peter noch beim Resort vorbei fahren. Wir brauchen Feuerholz und ein feines Glace. Am Abend gönnen wir uns noch ein Bad in den heissen Pools bei Sonnenuntergang. Es ist ein wenig dicht bevölkert, aber dank ausgiebiger Dusche danach werden wir auch wieder sauber!

 Krabben-PäärchenAm Sonntag fahren wir früh los, wir brauchen einen Zwischenstopp mit Internet für die weitere Detail-Planung. In Port Angeles finden wir ein nettes Cafe am Hafen. Auf dem späteren Spaziergang sehen wir am Pier viele Fischer. Und Krabbenfänger. In der nächsten Stunde schauen wir begeistert zu und lernen viel über die Krabben und wie man sie fängt. Dann fahren wir weiter zur Dungeness Recreation Area, wo wir noch kurz auf dem Spit, einer natürlichen Sandzunge, etwa ein Stunde rauswandern. Im dichten Nebel, so dass wir erst gar nie den Leuchtturm am Ende des über 5 Meilen langen Spits sehen. Erst als wir zurück sind, lichtet sich der Nebel :-(

Grossstadt-Verkehrs-WirrwarrFür Montag Morgen und die Fahrt nach Seattle haben wir uns spontan für die Fähre von Bremerton entschieden. Dank frühem Aufstehen sind wir früh dran und können uns ganz vorne einreihen. Sogar für ein kurzes Kaffee reicht die Zeit. Dann beginnt das Abenteuer 'Fähre' und die nächsten Stunden verfliegen schnell. Bei der Anfahrt auf Seattle zeigt sich der viele Rauch im Himmel, welcher von den vielen Bränden in den Wäldern Kanadas bis hierher zieht.
Kaum von der Fähre, erfahren wir, weshalb grosse Städte nicht unbedingt zum bevorzugten Reisegebiet mit einem Wohnmobil zählen ;-( Cornelia meistert die Sache aber super, leider finden wir keinen grossen Parkplatz, so dass wir halt schon vor dem Mittag im KOA eintreffen. Zum Glück ist unser Platz schon frei, so können wir bereits mit den Wasch-, Aufräum- und Pack-Aktivitäten beginnen. Als im Lauf des Nachmittags noch eine Familie aus Holland auf den Nebenplatz kommt, ist auch für die Jungs gesorgt. Am Abend gehen die Kinder zusammen den Film schauen, welcher hier gezeigt wird. Wir Eltern plaudern bei einem Glas Wein und tauschen Reise-Erlebnisse aus.

Heute Dienstag gibt es noch Resten Zmorge, dann fahren wir mit Bus und Zug nach Seattle. Mit Karte und Natel bewaffnet schlendern wir durch die Stadt, von Pioneer Square über Waterfront, fahren in 41 Sekunden auf die Space Needle und staunen ob der grossen REI Filiale mit eigenem Bike-Probier-Trail. Erst spät kommen wir zurück zum KOA, wo wir das Program 'Film und Wein' nochmals geniessen.

Und jetzt sitzen wir im Terminal S vom Flughafen und warten auf unseren Flug. Vorfreude und Wehmut mischen sich und alle freuen sich auf unser Zuhause und all die Menschen, die wir in den letzten Wochen nicht sehen konnten.

Gallerie

Liebe Grüsse
s'Allenspachs