Diese Woche haben wir viele Naturgewalten erlebt, von Gletscher bis Vulkan, von Meer bis Wind...

Silver FallsAm Montag geht es erstmal weiter Richtung Mt. Rainier. Dieser Riesen Schnee-Berg ist schon von weitem zu sehen und wir freuen uns schon darauf, ein bisschen an ihm herumzuwandern. Gegen Mittag kommen wir auf dem Ohanapecosh CG an, die Site D16 ist einfach genial, mit viel Platz, grossem Abstand zu den Nachbarn, eigenem Bach und Spielmöglichkeiten ohne Ende. Wir gehen trotzdem nochmal kurz los und via Ranger Station zu den Silver Falls, der Fluss sieht verlockend, aber kalt aus.

Fast wie zuhauseAm Dienstag Morgen geht es früh los, wir wollen rechtzeitig los und vor den Massen unterwegs sein. Wir starten los zum Summerland Trail und nach einem guten Kilometer meldet sich eine Blase an Jonas Fuss. Leider haben wir keine Blasenpflaster dabei, also rennt Peter kurzerhand nochmals zurück (leichtfüssig), packt die Pflaster ein und rennt wieder hinauf (eher schwerfüssig und ausser Atem). Danach gehts gemeinsam weiter durch den Wald, über abenteuerliche Brücken und blühende Wiesen. Oben dann sieht es wie in der Schweiz aus, sogar Schnee liegt noch auf dem Weg. Wir essen den Rucksack-Zmittag und gehen wieder zurück. Zurück auf dem Campground entscheiden wir uns doch noch zu einem kurzen Schwumm im Fluss. Brrr, wirklich kalt und starke Strömung. Mehr als ein kurzes Reintauchen gibt es da nicht.

Runter gehts schnellerAm Mittwoch fahren wir wieder früh los, diesmal in die andere Richtung, zum Paradise. Dort gibt es wieder ein kleines Zmorge und dann gehen wir los auf den Skyline Trail. Doch welch Enttäuschung, der ist ja komplett geteert! Endlich nach fast einer Stunde wirds spannender, kein Teer mehr, sogar ein paar Schneefelder. Und relativ viele Leute bereits unterwegs. Via Panorama Point geht es noch ein wenig höher, wir sehen auch ein paar Bergsteiger auf dem Weg zum Camp Muir, von wo sie dann am nächsten Tag den Gipfel besteigen werden. Für uns gehts jetzt wieder abwärts, zum Teil sehr rasant über die noch zahlreichen Schneefelder. Unten schauen wir uns noch das neue Visitor Center an. Und sind wieder mal froh, dass wir auf den Wanderwegen und zu früher Stunde diesen Menschenmassen recht gut ausweichen können.

Danach fahren wir noch zum Cougar Rock CG. Auf dem Weg müssen wir kurz an einer Baustelle warten (oje), aber als wir auf der Gegenseite ganze 150 Autos im Stau zählen, sind wir wieder ganz zufrieden mit der Situation. Am Abend machen wir dann wieder unseren schon fast traditionellen Loop-Rundgang. Immer wieder spannend, die Menschen und ihre Zelte, Wohnwagen, Wohnmobile, Trucks, etc. zu sehen.

Am Donnerstag heisst es Byebye Mt. Rainier. Aber als wir den Nebel-bedeckten Himmel sehen, sind wir vor allem froh darüber, bei unseren Wanderungen so viel Wetterglück gehabt zu haben. Wir fahren weiter zum Seaquest SP, unterwegs war auch wieder Einkaufen angesagt. Gerade neben dem Campground liegt das Visitor Center für den Mount St. Helens. Wir schauen dort einen spannenden Film über den Ausbruch von 1980 und sind fasziniert von der ungeheuerlichen Gewalt eines solchen Vulkans. Auf dem Weg zurück in den Campground suchen (und finden) wir noch unseren ersten Cache in den USA.

Frühmorgens schleichen sich Cornelia und Peter am Freitag zum Wohnmobil raus. Wir gönnen uns eine kleine Jogging-Runde während die Kinder noch schlafen. Traumhaft.

VulkanologieAufgrund des guten Wetters entscheiden wir uns, doch noch die Stunde zum Mount St. Helens zu fahren und uns diesen schlafenden Riesen in Natura anzusehen. Wirklich imposant und eindrücklich, auch wie gut die Spuren des Ausbruchs immer noch zu sehen sind. Danach fahren wir weiter, laute Musik und ein bisschen Gamen am Natel lassen die Zeit schnell vergehen. In Astoria machen wir Halt und finden endlich einen Barber-Shop, wo die Männer Haare lassen müssen. Zur Belohnung gibt es gleich nebenan noch hausgemachtes Glace. Noch ein wenig weiter fahren und wir erreichen unser Ziel für die nächsten 2 Nächte, Fort Stevens. Ein grosser Statepark gleich am Meer, jetzt am Wochenende bis auf den letzten Platz voll! Wir gehen noch kurz zum Strand und Lukas geniesst sein erstes Bad im Meer, juhee!

Fort StevensSamstag Morgen heisst Ausschlafen. Dann gemütlich Zmörgele und mit dem Wohnmobil zum Fort Stevens Museum. Dort kann man sehen, wie dieses Fort im 2. Weltkrieg die Küste und die Mündung des Columbia Rivers verteidigt hatte. Danach fahren wir weiter zum Beach 2, wo wir fast einsam am Strand den Tag geniessen. Baden im kalten Wasser, Wellen bezwingen, Sändelen, Sünnelen, ... fast wie am Mittelmeer, nur kälter. Und viel weniger Leute.

Bereit zum StartenAm Sonntag herrscht emsiges Treiben auf dem Campground, für viele Familien geht es wieder zurück nach Hause. Für uns ja zum Glück noch nicht, wir fahren weiter zum Beverly Beach SP. Zuerst ein Halt bei Fort Clatsop, einer Nachbildung der Unterkunft von Lewis und Clark und ihres Entdeckertrupps während des Winters vor ihrer Rückreise. Danach fahren wir weiter nach Cannon Beach. Wo wir Seafood zu Mittag essen, die Jungs sich einen Drachen kaufen und wir gemeinsam am Beach diese gleich ausprobieren! Danach nochmals fast 3 Stunden Fahrt zum Beverly Beach SP. Dort geniessen wir noch den Sonnenuntergang bei windigen Verhältnissen.

 Dünen-MarschHeute Montag geht es weiter südwärts, entlang der Küste bis nach Charleston. Unterwegs gibt es viele fantastische Ausblicke, einen kurzen Abstecher zur Devils Churn, wo wir die Kraft der Wellen so richtig spüren, und eine Wanderung durch die Oregon Dunes. Wobei diese Dünen doch völlig anders sind, als was wir damals in Namibia erlebt hatten. Und am Ende der Wanderung dürfen wir am Strand auch nur ein dünnes Strandfeld betreten, der ganze Rest ist für die brütenden Snowy Plowers gesperrt. Glücklicher Vogel!

Heute Abend sind wir im Oceanside Beachfront RV Park, ein sehr netter, gepflegter privater Campground, Wäscherei und Internet inklusive. Pool hat es hier zwar nicht, aber dafür den Sandstrand nur durch eine kleine Düne von unserem Platz getrennt. Vielleicht gibt es morgen ja ein Frühschwumm?!

Mehr Bilder wie immer in der Gallerie! Liebe Grüsse von s'Allenspachs!