Cowgirlsund diese Woche beginnt gleich mit einem Höhepunkt. Am 4. Juli feiern die Amerikaner ihren Nationalfeiertag. Und das Ganze mit viel Pomp und Stolz. Damit wir an der Parade noch einen guten Platz ergattern, fahren wir mit dem Taxi bereits eine Stunde vor Beginn ins Stadtzentrum von Cody. Dort sind schon sämtliche Strassenränder mit Klappstühlen besetzt. Wir finden aber zum Glück eine Hausfassade zum Anlehnen und mit ein bisschen Schatten. Die Jungs werden aber schon bald nach vorne in die erste Reihe beordert. An der Parade werden Süssigkeiten ins Publikum geworfen und die Kinder sollen die dann einsammeln. Zur Freude der Amerikaner um uns herum machen die Jungs fleissig beim Sammeln mit und so haben wir jetzt Schleckereien für den Rest unserer Reise!

Auf dem Rücken der Pferde...Am Abend beschliessen wir den Tag ur-amerikanisch mit einem Besuch beim Rodeo. Zuerst eine lange, patriotische Eröffnungszeremonie, dann spannende Wettkämpfe in diversen Disziplinen (die wir dank gütiger Erklärungsversuche unserer amerikanischen Sitznachbaren auch fast verstehen) und zum Schluss noch Hotdogs als kulinarischers Ende -- ein cooler 4. Juli geht zu Ende!

Drei Männer im Wasser - ar...kaltAm Mittwoch starten wir gemütlich. Nochmals eine Maschine Wäsche waschen, Pancake Zmorge im KOA, nochmals kurz in den Pool und um 11.00 gehts endlich los. Heute haben wir nur eine kurze Fahrt vor uns und wir treffen schon bald darauf im Big Game CG im Shoshone National Forest ein. Fast leer und unsere vorreserviert Site ist ganz am Fluss unten. Aber leider ist der Zugang zum Fluss wegen Hochwasser abgesperrt. Zum Glück wagen wir trotzdem einen Gang zum Fluss, denn dort finden wir ein wahres Sand-Wasser-Steine Paradies. Wir verbringen den ganzen Nachmittag mit Stauen, Bauen, Schlammen, sogar ein kurzes Bad im eiskalten Wasser wagen wir. 

Ausgerüstet und bereitAm nächsten Morgen müssen wir früh raus. Fast schon ein wenig im Stress machen wir uns auf den Weg zum Sleeping Giant. Wir sind zwar erst kurz nach 08.00 dort (ojee), aber zum Glück hat sich Peter bei der Zeit geirrt und unser Termin ist erst um 08.30 (ojeemine). So sind wir doch noch früh genug für unser Zip-Line Abenteuer. Im Skigebiet des Schlafenden Riesen kann man im Sommer am Stahlseil den Berg runter rauschen. Dank guter Einweisung und mit zwei coolen Guides geniessen wir den Morgen auf rasanten Fahrten.

Danach fahren wir weiter in den Yellowstone Park, wo wir gemeinsam mit ein paar Mücken zu Mittag essen. Auf der kurzen Wanderung zur Natural Bridge beginnt es zu regnen, aber eher so 'warme Dusche' mässig. Wir fahren weiter zum Grant Village Campground, wo wir auf dem Weg zum Visitor Center wieder mal eine Wasser-Watung haben, weil das Hochwasser die bestehende Brücke auf einer Seite einfach um ein paar Meter überragt! Spontan entscheiden wir uns dafür, im Yellowstone Grill zu Essen. Der Burger von Peter hat Pilz statt Fleisch, aber auch das war ganz lecker...

Eruptionnnnn!Am Freitag wollten wir eigentlich eine grössere Wanderung auf dem Mount Washburn machen, doch nachdem Lukas jetzt ja wieder fit ist, hat Jonas die gleichen Beschwerden. Wir lassen es also ruhiger angehen und wählen den Lone Star Geyser als Tagesziel aus. Eine knappe Stunde dauert der Hinweg. Dort erfahren wir, dass der Lone Star gerade fertig eruptiert hat. Nächster Ausbruch ca in  2 Stunden. Wir entscheiden uns, dort zu bleiben, die Umgebung zu erkunden, etwas aus dem Rucksack zu essen und zu warten. Je näher der Ausbruch kommt, desto mehr Leute treffen ein. Trotzdem ist die Eruption dann doch ein interessantes Spektakel!

Auf der Weiterfahrt kommen wir dann am Old Faithful vorbei, dem touristischen Highlight. Wir wollen uns das nicht entgehen lassen. Und sind dann schockiert von den Menschenmassen. Stau und Parkplatzprobleme wie im Skigebiet am schönen Samstag. Und dann lässt sich der Old Faithful auch noch Zeit. Wir sind schon fast zurück zum Wohnmobil gegangen, als doch noch ein sehr schöner Ausbruch erfolgt. Sogar mit einem 'Zwilling' im Hintergrund. Danach weiter im Stau Schritt Tempo und zum Madison Campground. Wo wir zum ersten Mal Schweizer Nachbarn haben. Die Erwachsenen plaudern die ganze Nacht und das Mädchen spielt mit unseren Jungs bis in alle Nacht.

Wasser unten - Mücken obenSamstag Morgen, wieder nichts mit langer Wanderung, alle sind müde und nicht so ganz fit. Also kurz los zur Grand Prismatic Spring, einer heissen Quelle, die in allen Regenbogen Farben glänzt. Doch nur rundrum laufen ist nicht so spektakulär, wir würden gerne von oben drauf runter schauen. Zurück ins Wohnmobil und zum Trailhead für den Weg zum Observation Point. Oha, Baustelle, Weg gesperrt. Als Alternative wird der Weg vom Fire River genannt. Wir fahren dort hin und sehen, dass man zwar bis an den Fuss des Berges gehen könnte, aber der Berghang mit den Aussichtspunkten ist ganz gesperrt. Hmm, wir gehen doch mal los und entscheiden dann spontan, einen Rundweg namens 'Meadows' zu machen. Dass Meadows etwas mit Sumpf, Wasser, Mücken,.. zu tun hat, merken wir schon bald!

Bison auf dem WanderwegAber als Highlight treffen wir auch ein Bison mitten auf dem Wanderweg. Und da das Koloss auch noch auf dem Weg weiterläuft, müssen wir einen Weg um es herum suchen und finden. Gemeinsam und mit ein wenig Herzklopfen schaffen wir auch das. Zurück am Camping sind alle müde und geniessen ein wenig Campground-Chillen.

Ganz klein das WohnmobilAm Sonntag heisst es Abschied nehmen vom Yellowstone Park. Auf dem Weg in den Norden liegt aber noch der Bunsen Peak. Und so fahren wir früh los, ohne Frühstück. Beim Trailhead stehen erst drei Autos, also genügend Platz für unser Mobil. Nach einem kurzen Zmorge laufen wir los, Bärenglöcklein am Rucksack und Bärenspray griffbereit.  Ein richtig schöner Bergweg, nach einer Stunde sind wir beim Holzhaus auf dem Gipfel, von wo die Feuerspäher Ausschau halten. Ein bisschen Geniessen und ein Steinmanndli bauen und dann wieder runter. Jetzt begegnen wir auch anderen Hikern und sind froh, dass wir am kühlen Morgen losgegangen sind.

Via Mammoth Hot Springs fahren wir weiter zum Lewis and Clark Caverns State Park. Wir ergattern uns noch einen Platz für eine Höhlen Tour am Nachmittag. Die 9 Grad kalte Höhle ist eine willkommene Abwechslung zum Wetter draussen. Ueber eine Stunde sind wir unterwegs, mit Klettern, Rutschen, Bücken und Staunen. Danach zurück auf den Campground, wo eine Sturm über den Platz fegt. Wir sind froh um das schaukelnde Wohnmobil, eienige Zelte werden vom Wind kaputt gemacht. Auch die Nacht ist unruhig, doch am Morgen scheint schon wieder die Sonne.

Zwiebelvulkan - sehr fein!Heute Montag war Fahrtag, zwar nur knapp 3 Stunden, aber alles Highway! Zwischendurch Blitz und Regen und am Ziel wieder ein KOA. Hier in Missoula wurde dann wieder gewaschen, gebadet, gespielt und Bericht geschrieben. Der Platz ist schön, aber sehr eng, nicht mal einen Feuerring haben wir. So entscheiden wir uns dafür, auswärts essen zu gehen. Und gleich neben dem Campground hat es ein japanisches Restaurant. Dort wir Showkochen am Tepanyaky Grill geboten, was wir uns gerne zeigen lassen. Die Jungs (und wir) sind vom Können des Chefs beeindruckt. Und geschmeckt hat es erst noch!

So, das war ein langer Bericht, mehr Fotos wie immer in der Gallerie!
Liebe Grüsse von Fam Allenspach