Am Vorabend des Nationalfeiertages der USA sitzen wir in Cody im Wohnmobil und nutzen die Vorteile des Internetzuganges. Obwohl in unserem Teil das Signal so schwach ist, dass wir leider nur einen kurzen Berich mit wenigen Fotos raufladen können. Fotos findet Ihr wie immer her.

Nach einem langen Sonntag, der eigentlich nur aus Warten, Security, Fliegen, Essen, Film schauen (und dasselbe nochmals in anderer Reihenfolge) bestand, hatten wir am Montag sehr früh schon Energie und waren dementsprechend früh wach. Doch leider wurde aus dem frühen Pick-up durch den Wohnmobilvermieter nichts. Und als wir dann kurz nach Mittag zur Uebergabe antraten, mussten wir lange warten. Doch nach fast 3 Stunden dann die Ueberraschung - unser Wohnmobil hat einen Slide-out! Wir wussten gar nicht, dass es für diese kleine Kategorie so was gibt! Aber wir nahmen den zusützlichen Platz gerne an.

Danach ging es schnellstmöglich aus Denver raus Richtung Westen. Zum Heaton Bay CG, wo schon fast so was wie Camping Stimmung aufkam. Am Dienstag dann noch Einkaufen. Immer ein Erlebnis in Amerika. Danach weiter in den Rocky Mountains, immer höher bis auf über 3000m zum Monarch Pass CG. Ein schöner Platz, wir haben sogar ein eigenes kleines Bächlein. Sind aber immer noch ein wenig müde und deshalb auch hier bald ins Bett.

Auf der WasserscheideMittwoch Morgen früh den Rest zum Pass hinauf. Hier ist die Wasserscheide, für uns geht es weiter Richtung Pazifik. Zu unserem ersten Nationalpark auf der Reise, dem Black Canyon of the Gunnison. Vom Camping Platz gehen wir zu Fuss zum Visitor Center, entlang des Canyon Rand mit spannenden Ausblicken in die Tiefe. Wieder einmal spannend, wie gut und informativ hier die Dinge rund um den Canyon erklärt werden.

Auf dem Oak Flats TrailWir haben hier zwei Nächte und haben deshalb am Donnerstag Zeit, den ganzen Drive bis in den Canyon zu fahren, inklusive diverser Aussichtspunkte. Zuerst gehen Jonas und Peter noch auf den Oak Flats Trail, der führt einen kleinen Teil in den Canyon runter.  Am Ende des Drives führt eine kurze Wanderung zum Warner's Point. In der Mittagshitze doch noch recht streng. Danach holt sich Jonas noch den Junior Ranger Badge ab. Inklusive Schwur auf Englisch!

Den nächsten Tag starten wir gemütlich, bevor wir losfahren kommen die Jungs gerade in Kontakt mit den Kindern vom Nebenplatz. So fahren wir dann halt am Freitag ein bisschen später als geplant Richtung Colorado National Monument. Dafür fahren wir dann gleich im Südeingang rein und von dort durch das ganze Monument, immer wieder mal unterbrochen von Viewpoints und sogar einem kurzen Trail. Dann weiter zum Campground. Dort angekommen sind wir ein wenig enttäuscht vom Platz, aber das liegt wohl vor allem daran, dass wir in den Vortagen sehr verwöhnt waren. 

Drei Männer auf dem Weg zum StrandDer Samstag ist ein laaanger Fahrtag, fast 5 Stunden reine Fahrzeit. Wir fahren ohne Frühstück los und holen dass dann auf dem Douglas Pass nach. Dann weiter zum Dinosaur National Monument wo wir beeindruckt sind, von der Felswand voller Dino-Knochen und anderen Fossilien. Fürs Junior Ranger Programm haben wir leider keine Zeit, da wir noch weiter zur Flaming Gorge bzw. dem Firehole Canyon CG müssen. Ein typischer Campground für Wasserport-Amerikaner. Jeder hat hier Motorboot, Jetski, Kayak oder Stand-up-Paddle dabei. Wir belassen es bei einem kurzen Schwumm im warmen Wasser.

Stein KunstFür den Sonntag Morgen haben wir uns den namenlosen Berg gleich hinter dem CG vorgenommen. Nicht sehr weit, aber sehr steil geht es dort rauf und oben gibt es Zmorge und eine Stein-Kunst Session. Danach steigen wir ab und fahren weiter Richtung Nordosten, der Sinks Canyon ist heute unser Ziel. Da dort die Campgrounds nicht reservierbar sind, fahren wir zügig durch und können schon kurz nach Mittag eine freie Site im Popo Agie CG besetzen. Zum Highlight im Park, wo der Fluss in einer Höhle versickert, nur um ein paar Hundert Meter weiter unten wieder hervorzutreten, wollen wir zu Fuss auf dem North Slopes Trail gehen. Doch weil die Schneeschmelze dieses Jahr besonders stark und lange andauert, kann die Höhle nicht alles Wasser schlucken und ein Teil fliesst im Ueberlauf Flussbett überirdisch. Und genau dieser temporäre Fluss ist dann zwischen uns und unserem Ziel. Wir suchen noch eine Stelle zum Queren, aber es ist zu gefährlich, also gehen wir halt alles wieder zurück.

Dafür sind wir dann heute Montag Morgen auf der Weiterfahrt noch beim Visitor Center und beim Sink (dort verschwindet das Wasser) und dem Rise (hier kommts wieder hervor) vorbei gefahren. Danach weiter bis zum KOA in Cody, wo vor allem Waschen, Pool geniessen und Internet angesagt sind. Und morgen findet hier im Rahmen des 4. Juli noch eine Parade statt, so richtig amerikanisch.