auch unsere lange Reise endet jetzt. Doch bevor wir morgen Mittwoch das Wohnmobil zurückgeben und dann von Settle via Frankfurt nach Zürich fliegen, möchten wir noch die letzte Woche Revue passieren lassen.

Bio-Cola im Bio-CafeAm Dienstag feiern wir den 1. August, indem wir auf der ganzen langen Fahrt nur Schweizer Musik hören! Oder Kliby und Caroline Sketche, welche die Jungs schon fast auswendig kennen. Bereits nach einer Viertelstunde machen wir einen kurzen Zwischenhalt bei den Multnomah Falls, den zweithöchsten Wasserfällen Amerikas. Recht eindrücklich, vor allem auch die ganze touristische Infrastruktur, die darum herum aufgebaut wurde. Positiver Nebeneffekt: Es gibt richtigen Kaffee für die Weiterfahrt.
Danach legen wir in Portland einen Shopping-Stopp ein, bevor wir dann weiter Richtung Küste fahren. Dabei kommen wir nochmals in Astoria vorbei und wollen dort das Marine-Museum anschauen (welches wir beim ersten Mal leider auslassen mussten) und beim Glace-Stand nochmals ein feines Glace geniessen.
Leider hat der Glace-Stand geschlossen :-( Aber dafür finden wir eine vegane Organic-Bakery, wo es so etwas ähnliches wie richtiges Brot gibt. Dazu guten Kaffee und für die Jungs eine Bio-Cola mit chinesischen Kräutern, hmmmm.
Wir fahren weiter über die lange und steile Brücke nach Norden und zum Cape Disappointment CG. Wir sind gar nicht enttäuscht von unserem Platz mit eigenem Kletterfelsen und am Strand finden wir viel Schwemmholz und regelrechte Schutzhütten aus ebendiesem Holz.

 Fast wie bei BaywatchAm Mittwoch Morgen erwandern wir noch die Jetty, den Steinwall, welcher die Bucht der Columbia River Mündung vor den Wellen schützen soll. Dort sehen wir einige Fischer, bei einem Stolzen sind wir sogar Zeuge beim erfolgreichen Fang. Danach folgt eine längere Fahrt nordwärts, leider nicht alles der Küste entlang. Dafür ist unser Ziel, der Kalaloch CG im Olympic National Park direkt am Meer. Von unserer grünen, überwachsenen Site führt sogar ein direkter Weg zum Strand. Dort geniessen wir den Nachmittag mit Baden und Wellen jagen im kalten Wasser, Burgen bauen im Sand und einfach Sein.

Sprung ins kalte (Süss-)WasserAm nächsten Morgen fahren wir zum Lake Quinault, einem anderen Teil des Olympic National Park. Dort machen wir eine kurze Wanderung durch den Regenwald und springen freudig in das Süsswasser des Sees. Noch ein kleines Picknick am See und dann fahren wir sauber und erfrischt wieder zurück ans Meer. Dort wird wieder gebaut was das Zeugs bzw. der Sand hält. Am Schluss haben wir einen robusten Leuchtturm, welcher fast der Flut wiederstehen kann, und eine gemütliche Sitzbank aus Sand vollbracht. Und nach dem ZNacht auf dem Campground gehen wir nochmals ans Meer und lassen den Tag gemütlich bei einem Strand-Lagerfeuer ausklingen.

Am Freitag verlassen wir die Küste, oder zumindest die Pazifik-Küste. Zuerst fahren wir ins Innere des Parks, zum Hoh Rain Forest. Dort staunen wir über den Regenwald, das Moos, die Atmosphäre, einfach alles ist irgendwie magisch dort. Zum Glück sind wir früh dort, so dass wir ohne Probleme einen Parkplatz für unser Wohnmobil finden. Als wir von den zwei kurzen Wanderungen zurück sind, ist alles voll. Bevor wir weiter Richtung Tagesziel fahren, essen wir noch einen kleinen Picknick-Lunch.
Schoko-Schoko-Schoko KuchenDanach fahren weiter zum Sol Duc, dort gibt es heisse Quellen, ein Resort (so ähnlich wie Bad Zurzach, nur viel kleiner) und einen schönen Campground. Spontan entscheiden wir uns, im Resort Restaurant zu essen. Neben einem feinen Znacht und leckeren Desserts gibts auch gratis einen guten Wandertipp für den nächsten Tag.

Am nächsten Morgen fahren wir früh die paar Minuten zum Trailhead, wo schon viele Parkplätze besetzt sind. In der Region gibt es viele Möglichkeiten für mehrtägige Wanderungen. Wir gehen los zum Deer Lake, auf einem schönen, abwechslungsreichen Wanderweg quer durch den Wald. Oben angekommen geniessen wir die Ruhe am See, essen ein frühes Zmittag aus dem Rucksack und wandern wieder zurück. Cornelia und Lukas gehen noch zu Fuss zurück zum Campground, während Jonas und Peter noch beim Resort vorbei fahren. Wir brauchen Feuerholz und ein feines Glace. Am Abend gönnen wir uns noch ein Bad in den heissen Pools bei Sonnenuntergang. Es ist ein wenig dicht bevölkert, aber dank ausgiebiger Dusche danach werden wir auch wieder sauber!

 Krabben-PäärchenAm Sonntag fahren wir früh los, wir brauchen einen Zwischenstopp mit Internet für die weitere Detail-Planung. In Port Angeles finden wir ein nettes Cafe am Hafen. Auf dem späteren Spaziergang sehen wir am Pier viele Fischer. Und Krabbenfänger. In der nächsten Stunde schauen wir begeistert zu und lernen viel über die Krabben und wie man sie fängt. Dann fahren wir weiter zur Dungeness Recreation Area, wo wir noch kurz auf dem Spit, einer natürlichen Sandzunge, etwa ein Stunde rauswandern. Im dichten Nebel, so dass wir erst gar nie den Leuchtturm am Ende des über 5 Meilen langen Spits sehen. Erst als wir zurück sind, lichtet sich der Nebel :-(

Grossstadt-Verkehrs-WirrwarrFür Montag Morgen und die Fahrt nach Seattle haben wir uns spontan für die Fähre von Bremerton entschieden. Dank frühem Aufstehen sind wir früh dran und können uns ganz vorne einreihen. Sogar für ein kurzes Kaffee reicht die Zeit. Dann beginnt das Abenteuer 'Fähre' und die nächsten Stunden verfliegen schnell. Bei der Anfahrt auf Seattle zeigt sich der viele Rauch im Himmel, welcher von den vielen Bränden in den Wäldern Kanadas bis hierher zieht.
Kaum von der Fähre, erfahren wir, weshalb grosse Städte nicht unbedingt zum bevorzugten Reisegebiet mit einem Wohnmobil zählen ;-( Cornelia meistert die Sache aber super, leider finden wir keinen grossen Parkplatz, so dass wir halt schon vor dem Mittag im KOA eintreffen. Zum Glück ist unser Platz schon frei, so können wir bereits mit den Wasch-, Aufräum- und Pack-Aktivitäten beginnen. Als im Lauf des Nachmittags noch eine Familie aus Holland auf den Nebenplatz kommt, ist auch für die Jungs gesorgt. Am Abend gehen die Kinder zusammen den Film schauen, welcher hier gezeigt wird. Wir Eltern plaudern bei einem Glas Wein und tauschen Reise-Erlebnisse aus.

Heute Dienstag gibt es noch Resten Zmorge, dann fahren wir mit Bus und Zug nach Seattle. Mit Karte und Natel bewaffnet schlendern wir durch die Stadt, von Pioneer Square über Waterfront, fahren in 41 Sekunden auf die Space Needle und staunen ob der grossen REI Filiale mit eigenem Bike-Probier-Trail. Erst spät kommen wir zurück zum KOA, wo wir das Program 'Film und Wein' nochmals geniessen.

Und jetzt sitzen wir im Terminal S vom Flughafen und warten auf unseren Flug. Vorfreude und Wehmut mischen sich und alle freuen sich auf unser Zuhause und all die Menschen, die wir in den letzten Wochen nicht sehen konnten.

Gallerie

Liebe Grüsse
s'Allenspachs

 

 

Bei uns ist zwar immer noch der 31. Juli, aber dank Zeitverschiebung können wir trotzdem schon fast ein bitzeli feiern! Doch erst mal noch ein paar Eindrücke der letzten Woche.

Wo ist hier der LeuchtturmAm Dienstag machen wir einen kurzen Morgenspaziergang am Strand des Campgrounds. Danach fahren wir weiter Richtung Süden und wollen beim Cape Blanco den Leuchtturm besichtigen. Doch leider herrscht dichter Nebel und wir sehen den Leuchtturm erst, als wir kurz davor stehen. Und dann ist der auch noch geschlossen und an diesem Tag finden auch keine Führungen statt. Schade. Nach einem kurzen Indoor-Zmittag im Wohnmobil fahren wir weiter und stoppen dafür beim Turtle Rock Beach. Zum Baden ist es zu kalt und das Wasser zu wild. Aber zum Strand und Sand Geniessen reicht es allemal. Dann fahren wir weiter zum Jedediah Smith State Park, wo wir für zwei Nächte bleiben werden.

Am Mittwoch Morgen fahren wir ins benachbarte Crescent City ins Ocean World, ein kleines Aquarium. Wir sind pünktlich zur Öffnung um 08.00 dort, aber leider findet die erste Führung erst um 09.30 statt. Da wir nicht über eine Stunde im Shop warten wollen, suchen wir noch einen Ort, wo wir einen Kaffee trinken können. Aus dem Kaffee wird dann halt ein kleines zweites Zmorge à la USA, so mit Eggs und Pancakes.

MS Allenspach sticht in SeeDie Führung findet dann in kleinen Gruppen statt und führt vom Tide Pool, wo man allerlei Anemonen, Seesterne und derlei anschauen und anfassen kann, über das Aquarium zum Haifisch-Streicheln (!?) und schlussendlich zu einer kurzen Seehund-Show. Eher klein, aber recht familiär. Auf der Rückfahrt zum Campground machen wir noch Zwischenhalt beim Big 5 Sportgeschäft. Dort gibt es als Überraschung ein Gummiboot im Ausverkauf. Glänzende Augen bei den Jungs! Denn im Jedediah Smith State Park gibt es nicht nur riesige Redwood-Bäume, sondern auch den gemütlichen Smith River, auf dem es sich super floaten lässt. Den Nachmittag verbringen wir denn auch auf und im Wasser.

Donnerstag Morgen lassen wir die Jungs schlafen und gehen nur zu zweit noch über die temporäre Brücke (erst am Vortag wieder geflickt) zur Stuart Grove, einer Ansammlung von imposanten, gigantischen Redwoods. Danach machen wir uns auf den Weg, landeinwärts Richtung des nächsten Vulkans. Schon als wir beim Crater Lake ankommen, bemerken wir den Rauch in der Luft. Der Ranger erklärt uns, dass im Südwesten des Parks ein kleiner Waldbrand wütet, aber kein Anlass zur Sorge. Wir beschliessen den Abend mit einem Rundgang durch alle Loops dieses Campgrounds.

Frühmorgens auf dem Weg zum GipfelWieder einmal früh aufstehen ist am Freitag angesagt. Da wir am Vorabend alles vorbereitet haben, sind wir vor halb Sieben unterwegs. Wir fahren eine halbe Stunde zum Trailhead des Mt. Scott Trails. Dort sind wir zwar nicht die Ersten, finden aber gut Platz mit unserem Wohnmobil. Je höher wir steigen, desto besser wird die Aussicht auf den Crater Lake. Ganz oben gönnen wir uns eine verdiente Pause, bevor es wieder zügig bergab geht. Die Fahrt zum Paulina Lake vergeht rasch und die Freude über die Site direkt am See ist gross. Wir blasen das Gummiboot auf und stechen in See. Eigentlich gäbe es hier auch noch ein paar Trails und vulkanische Formationen zu erkunden. Wir entscheiden uns aber dafür, den Nachmittag einfach an unserem Strand zu geniessen. Inklusive Sonnenuntergang und Sternegucken.

Trillium Lake vor Mount HoodUnsere nächsten zwei Nächte verbringen wir auch an einem Lake, diesmal dem Trillium Lake. Am Samstag sehen wir auf der Hinfahrt bereits von weitem den Mount Hood, der über unserem Ziel trohnt. Dass wir hier nur eine gute Stunde von der grossen Stadt Portland entfernt sind, merken wir am Nachmittag am See. Es sieht fast aus, wie am Zürichhorn am sonnigen Wochenende. Menschenmassen, einge mit ihrem halben Hausrat, drängen sich eng an eng. Wir hüpfen trotzdem ins Wasser und geniessen den Schwumm mit Aussicht auf die Gletscher-Skipiste am Berg.

Die Doppel-Rittlings-VarianteAuf Tipp des Rangers wagen wir uns am Sonntag an die Wanderung zu den Ramona-Falls. Das Abenteuer beginnt bereits bei der Fahrt zum Trailhead. Die Strasse wird steiler und enger, je weiter wir kommen. Kurz bevor wir wirklich ans Umkehren denken, kommen wir zum grossen offenen Parkplatz in der Lichtung. Die nächste Herausforderung steht nach einer Meile an, als wir den Fluss ohne Brücke überqueren müssen. Dank den vielen Baumstämmen ist es kein Problem, höchstens ein wenig aufregend! Die Ramona Falls selber waren dann sehr hübsch anzusehen, auch wenn wir unser Zmittag dort nicht ganz alleine geniesesen konnten. Am Nachmittag genossen wir dann nochmals das Bad in der Menge bzw. dem Trillium Lake.

Timberline LodgeHeute Montag gelang uns dann ein neuer Rekord, bereits um 06.18 Abfahrt beim Campground. Wir fahren hoch zur Timberline Lodge, einer grossen, rustikalen Ski-Lodge, welche in den 20er Jahren erbaut wurde und auch schon als Kulisse für Filme ("Shining") genutzt wurde. Trotz der frühen Uhrzeit herrscht auf dem Parkplatz schon emsiges Treiben. Busladungen voll von Skifahrern machen sich bereit, viele sehen nach Nachwuchskader aus. Wir haben keine Skis dabei und begnügen uns mit einer kurzen, aber steilen Wanderung zur Silcox-Hütte. Dort sehen wir die Piste und die Skifahrer aus der Nähe, dabei kommt fast ein wenig Lust aufs Selber-Skifahren auf. Wieder zurück bei der Lodge gönnen wir uns das Frühstücks-Buffet und schlagen uns die Bäuche voll, hmmm!

Dann fahren wir weiter, heute nicht weit, daher sind wir schon am Mittag hier auf dem KOA, wo Wäsche waschen, Pool schwimmen und Bericht schreiben schon ganz routiniert und flott vonstatten gehen. Und morgen gehts wieders ans Meer, wo wir hoffentlich gemütlich den 1. August geniessen können. Fotos findet Ihr wie immer in der Gallerie.

Liebe Grüsse und schönen 1. August!
s'Allenspachs

Diese Woche haben wir viele Naturgewalten erlebt, von Gletscher bis Vulkan, von Meer bis Wind...

Silver FallsAm Montag geht es erstmal weiter Richtung Mt. Rainier. Dieser Riesen Schnee-Berg ist schon von weitem zu sehen und wir freuen uns schon darauf, ein bisschen an ihm herumzuwandern. Gegen Mittag kommen wir auf dem Ohanapecosh CG an, die Site D16 ist einfach genial, mit viel Platz, grossem Abstand zu den Nachbarn, eigenem Bach und Spielmöglichkeiten ohne Ende. Wir gehen trotzdem nochmal kurz los und via Ranger Station zu den Silver Falls, der Fluss sieht verlockend, aber kalt aus.

Fast wie zuhauseAm Dienstag Morgen geht es früh los, wir wollen rechtzeitig los und vor den Massen unterwegs sein. Wir starten los zum Summerland Trail und nach einem guten Kilometer meldet sich eine Blase an Jonas Fuss. Leider haben wir keine Blasenpflaster dabei, also rennt Peter kurzerhand nochmals zurück (leichtfüssig), packt die Pflaster ein und rennt wieder hinauf (eher schwerfüssig und ausser Atem). Danach gehts gemeinsam weiter durch den Wald, über abenteuerliche Brücken und blühende Wiesen. Oben dann sieht es wie in der Schweiz aus, sogar Schnee liegt noch auf dem Weg. Wir essen den Rucksack-Zmittag und gehen wieder zurück. Zurück auf dem Campground entscheiden wir uns doch noch zu einem kurzen Schwumm im Fluss. Brrr, wirklich kalt und starke Strömung. Mehr als ein kurzes Reintauchen gibt es da nicht.

Runter gehts schnellerAm Mittwoch fahren wir wieder früh los, diesmal in die andere Richtung, zum Paradise. Dort gibt es wieder ein kleines Zmorge und dann gehen wir los auf den Skyline Trail. Doch welch Enttäuschung, der ist ja komplett geteert! Endlich nach fast einer Stunde wirds spannender, kein Teer mehr, sogar ein paar Schneefelder. Und relativ viele Leute bereits unterwegs. Via Panorama Point geht es noch ein wenig höher, wir sehen auch ein paar Bergsteiger auf dem Weg zum Camp Muir, von wo sie dann am nächsten Tag den Gipfel besteigen werden. Für uns gehts jetzt wieder abwärts, zum Teil sehr rasant über die noch zahlreichen Schneefelder. Unten schauen wir uns noch das neue Visitor Center an. Und sind wieder mal froh, dass wir auf den Wanderwegen und zu früher Stunde diesen Menschenmassen recht gut ausweichen können.

Danach fahren wir noch zum Cougar Rock CG. Auf dem Weg müssen wir kurz an einer Baustelle warten (oje), aber als wir auf der Gegenseite ganze 150 Autos im Stau zählen, sind wir wieder ganz zufrieden mit der Situation. Am Abend machen wir dann wieder unseren schon fast traditionellen Loop-Rundgang. Immer wieder spannend, die Menschen und ihre Zelte, Wohnwagen, Wohnmobile, Trucks, etc. zu sehen.

Am Donnerstag heisst es Byebye Mt. Rainier. Aber als wir den Nebel-bedeckten Himmel sehen, sind wir vor allem froh darüber, bei unseren Wanderungen so viel Wetterglück gehabt zu haben. Wir fahren weiter zum Seaquest SP, unterwegs war auch wieder Einkaufen angesagt. Gerade neben dem Campground liegt das Visitor Center für den Mount St. Helens. Wir schauen dort einen spannenden Film über den Ausbruch von 1980 und sind fasziniert von der ungeheuerlichen Gewalt eines solchen Vulkans. Auf dem Weg zurück in den Campground suchen (und finden) wir noch unseren ersten Cache in den USA.

Frühmorgens schleichen sich Cornelia und Peter am Freitag zum Wohnmobil raus. Wir gönnen uns eine kleine Jogging-Runde während die Kinder noch schlafen. Traumhaft.

VulkanologieAufgrund des guten Wetters entscheiden wir uns, doch noch die Stunde zum Mount St. Helens zu fahren und uns diesen schlafenden Riesen in Natura anzusehen. Wirklich imposant und eindrücklich, auch wie gut die Spuren des Ausbruchs immer noch zu sehen sind. Danach fahren wir weiter, laute Musik und ein bisschen Gamen am Natel lassen die Zeit schnell vergehen. In Astoria machen wir Halt und finden endlich einen Barber-Shop, wo die Männer Haare lassen müssen. Zur Belohnung gibt es gleich nebenan noch hausgemachtes Glace. Noch ein wenig weiter fahren und wir erreichen unser Ziel für die nächsten 2 Nächte, Fort Stevens. Ein grosser Statepark gleich am Meer, jetzt am Wochenende bis auf den letzten Platz voll! Wir gehen noch kurz zum Strand und Lukas geniesst sein erstes Bad im Meer, juhee!

Fort StevensSamstag Morgen heisst Ausschlafen. Dann gemütlich Zmörgele und mit dem Wohnmobil zum Fort Stevens Museum. Dort kann man sehen, wie dieses Fort im 2. Weltkrieg die Küste und die Mündung des Columbia Rivers verteidigt hatte. Danach fahren wir weiter zum Beach 2, wo wir fast einsam am Strand den Tag geniessen. Baden im kalten Wasser, Wellen bezwingen, Sändelen, Sünnelen, ... fast wie am Mittelmeer, nur kälter. Und viel weniger Leute.

Bereit zum StartenAm Sonntag herrscht emsiges Treiben auf dem Campground, für viele Familien geht es wieder zurück nach Hause. Für uns ja zum Glück noch nicht, wir fahren weiter zum Beverly Beach SP. Zuerst ein Halt bei Fort Clatsop, einer Nachbildung der Unterkunft von Lewis und Clark und ihres Entdeckertrupps während des Winters vor ihrer Rückreise. Danach fahren wir weiter nach Cannon Beach. Wo wir Seafood zu Mittag essen, die Jungs sich einen Drachen kaufen und wir gemeinsam am Beach diese gleich ausprobieren! Danach nochmals fast 3 Stunden Fahrt zum Beverly Beach SP. Dort geniessen wir noch den Sonnenuntergang bei windigen Verhältnissen.

 Dünen-MarschHeute Montag geht es weiter südwärts, entlang der Küste bis nach Charleston. Unterwegs gibt es viele fantastische Ausblicke, einen kurzen Abstecher zur Devils Churn, wo wir die Kraft der Wellen so richtig spüren, und eine Wanderung durch die Oregon Dunes. Wobei diese Dünen doch völlig anders sind, als was wir damals in Namibia erlebt hatten. Und am Ende der Wanderung dürfen wir am Strand auch nur ein dünnes Strandfeld betreten, der ganze Rest ist für die brütenden Snowy Plowers gesperrt. Glücklicher Vogel!

Heute Abend sind wir im Oceanside Beachfront RV Park, ein sehr netter, gepflegter privater Campground, Wäscherei und Internet inklusive. Pool hat es hier zwar nicht, aber dafür den Sandstrand nur durch eine kleine Düne von unserem Platz getrennt. Vielleicht gibt es morgen ja ein Frühschwumm?!

Mehr Bilder wie immer in der Gallerie! Liebe Grüsse von s'Allenspachs!

Wie die Zeit vergeht, schon ist Halbzeit. Und wie Lukas einmal bemerkt, geht die Zeit dann schnell vorbei, wenn man etwas spannendes erlebt!

Bison-SiestaUnd wir haben in den letzten Tagen viel erlebt. Hier nur ein kurzer Ausschnitt davon. Am Dienstag nur eine kürzere Etappe und am Mittag ein Zwischenstopp beim National Bison Range, einem Schutzgebiet für Bisons. Diese wurden einst fast bist zur Ausrottung gejagt und abgeschlachtet. Heute können sie hier ein gemütliches Leben führen, so gemütlich, dass wir auf unserem Scenic Drive nur ein paar halb-schlafende Bullen zu Gesicht bekommen. Am Schluss noch ein stolzer Hirsch-Bulle und danach gehts zum Flathead Lake, wo wir gleich in den See springen zur Abkühlung.

Avalanche Lake - sogar ohne MenschenAm Mittwoch fahren wir weiter nordwärts, an der Grenze zu Kanada liegt der Glacier National Park. Wie bereits im Yellowstone NP sind wir auch hier überrascht von den vielen Besuchern. Als wir um die Mittagszeit mit dem Shuttle zum Trailhead der Avalanche Lake Wanderung fahren wollen, heisst es hinten anstehen. Auf Nachfrage schätzt der Ranger die Kolonne auf ca. 90 bis 120 Minuten Wartezeit! Also Plan ändern und zuerst auf den Campground und gemütlich den Nachmittag geniessen. Dann gegen 16.00 selber mit dem Wohnmobil zur Wanderung rauffahren. Mit Glück einen Parkplatz gefunden und den kurzen Weg zum schönen See unter die Füsse genommen. Sogar an den Bear-Spray haben wir gedacht. Wobei sich wohl kein Bär bei diesen Menschenmassen auf diesen Trail wagen würde ;-) Schön wars trotzdem!

Am Donnerstag heisst es dann früh aufstehen, wir wollen einen Platz im ersten Shuttle um 07.00 ergattern. Ohne Frühstück stehen wir um halb Sieben an der Station. Mit den bereits Wartenden und den Zwei nach uns ist der Shuttle dann auch um 06.35 bereits voll! Eine Stunde dauert die Fahrt auf den Logan Pass und wir wundern uns über die Amerikaner, welche diese Fahrt als unheimlich und riskant empfinden. Wir hoffen, die müssen nie in der Schweiz über einen Pass fahren ;-)

Gletscher SelfieDann folgt eine schöne Bergwanderung, der Highline Trail bis zum Granite Park Chalet, einer Art SAC Hütte, welche immer ausgebucht ist (innert 5 Minuten nach Anmeldebeginn) und wo die Uebernachtung 120 Dollar kostet! Inklusive Abstecher auf den Gletscher-Aussichtspunkt und den steilen, heissen Abstieg kommen am Ende über 23 km zusammen. Müde und glücklich fallen wir heute ins Bett!

No fear...Am Freitag gibt es das Kontrastprogramm, bergauf mit dem Lift und dann mit dem Downhill-Bike rasant en Berg hinunter! Die Jungs sind happy und wir Erwachsenen versuchen, eingermassen dran zu bleiben! Dann noch eine kurze Fahrt zum Logan State Park, wo der See zum Bade ruft.

Am Samstag morgen starten wir gleich mit einem Frühmorgen-Schwumm in den Tag. Auf dem Weg zum Farragut State Park schauen wir uns noch die Swinging Bridge und die Wasserfälle bei Libby an. Fast wie die Triftbrücke, aber doch ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg. Am Nachmittag dann wieder ein See und die verrückten Schweizer gehen auch wieder schwimmen. Vor dem Schlafen machen wir noch eine lange Runde durch den ganzen Campground und staunen über die Riesen-Teile und was die Amerikaner so unter Camping verstehen!

Kein See...der Columbia RiverHeute Sonntag dann die lange Fahrt (> 225 mls) nach Ellensburg. Fast alles auf Interstate und dementsprechend langweilig. Dank frühem Start, guter Musik, einem Halt beim Columbia River und einem feinen Kebab Zmittag geht die Zeit schnell vorbei. Und hier auf dem KOA dann sowieso mit dem obligaten Triathlon (Waschen, Pool, Bericht schreiben).

Unser nächstes ZielMorgen fahren wir dann weiter zum Mt. Rainier, den Riesen haben wir schon heute auf dem Weg gesehen, sehr imposant. Und ausserdem haben wir seit gestern auch 9 Stunden Zeitunterschied. Mehr Bilder findet Ihr wie immer in der Gallerie. Und wer will, darf sich gerne im Gästebuch eintragen.

Liebe Grüsse s'Allenspachs

Cowgirlsund diese Woche beginnt gleich mit einem Höhepunkt. Am 4. Juli feiern die Amerikaner ihren Nationalfeiertag. Und das Ganze mit viel Pomp und Stolz. Damit wir an der Parade noch einen guten Platz ergattern, fahren wir mit dem Taxi bereits eine Stunde vor Beginn ins Stadtzentrum von Cody. Dort sind schon sämtliche Strassenränder mit Klappstühlen besetzt. Wir finden aber zum Glück eine Hausfassade zum Anlehnen und mit ein bisschen Schatten. Die Jungs werden aber schon bald nach vorne in die erste Reihe beordert. An der Parade werden Süssigkeiten ins Publikum geworfen und die Kinder sollen die dann einsammeln. Zur Freude der Amerikaner um uns herum machen die Jungs fleissig beim Sammeln mit und so haben wir jetzt Schleckereien für den Rest unserer Reise!

Auf dem Rücken der Pferde...Am Abend beschliessen wir den Tag ur-amerikanisch mit einem Besuch beim Rodeo. Zuerst eine lange, patriotische Eröffnungszeremonie, dann spannende Wettkämpfe in diversen Disziplinen (die wir dank gütiger Erklärungsversuche unserer amerikanischen Sitznachbaren auch fast verstehen) und zum Schluss noch Hotdogs als kulinarischers Ende -- ein cooler 4. Juli geht zu Ende!

Drei Männer im Wasser - ar...kaltAm Mittwoch starten wir gemütlich. Nochmals eine Maschine Wäsche waschen, Pancake Zmorge im KOA, nochmals kurz in den Pool und um 11.00 gehts endlich los. Heute haben wir nur eine kurze Fahrt vor uns und wir treffen schon bald darauf im Big Game CG im Shoshone National Forest ein. Fast leer und unsere vorreserviert Site ist ganz am Fluss unten. Aber leider ist der Zugang zum Fluss wegen Hochwasser abgesperrt. Zum Glück wagen wir trotzdem einen Gang zum Fluss, denn dort finden wir ein wahres Sand-Wasser-Steine Paradies. Wir verbringen den ganzen Nachmittag mit Stauen, Bauen, Schlammen, sogar ein kurzes Bad im eiskalten Wasser wagen wir. 

Ausgerüstet und bereitAm nächsten Morgen müssen wir früh raus. Fast schon ein wenig im Stress machen wir uns auf den Weg zum Sleeping Giant. Wir sind zwar erst kurz nach 08.00 dort (ojee), aber zum Glück hat sich Peter bei der Zeit geirrt und unser Termin ist erst um 08.30 (ojeemine). So sind wir doch noch früh genug für unser Zip-Line Abenteuer. Im Skigebiet des Schlafenden Riesen kann man im Sommer am Stahlseil den Berg runter rauschen. Dank guter Einweisung und mit zwei coolen Guides geniessen wir den Morgen auf rasanten Fahrten.

Danach fahren wir weiter in den Yellowstone Park, wo wir gemeinsam mit ein paar Mücken zu Mittag essen. Auf der kurzen Wanderung zur Natural Bridge beginnt es zu regnen, aber eher so 'warme Dusche' mässig. Wir fahren weiter zum Grant Village Campground, wo wir auf dem Weg zum Visitor Center wieder mal eine Wasser-Watung haben, weil das Hochwasser die bestehende Brücke auf einer Seite einfach um ein paar Meter überragt! Spontan entscheiden wir uns dafür, im Yellowstone Grill zu Essen. Der Burger von Peter hat Pilz statt Fleisch, aber auch das war ganz lecker...

Eruptionnnnn!Am Freitag wollten wir eigentlich eine grössere Wanderung auf dem Mount Washburn machen, doch nachdem Lukas jetzt ja wieder fit ist, hat Jonas die gleichen Beschwerden. Wir lassen es also ruhiger angehen und wählen den Lone Star Geyser als Tagesziel aus. Eine knappe Stunde dauert der Hinweg. Dort erfahren wir, dass der Lone Star gerade fertig eruptiert hat. Nächster Ausbruch ca in  2 Stunden. Wir entscheiden uns, dort zu bleiben, die Umgebung zu erkunden, etwas aus dem Rucksack zu essen und zu warten. Je näher der Ausbruch kommt, desto mehr Leute treffen ein. Trotzdem ist die Eruption dann doch ein interessantes Spektakel!

Auf der Weiterfahrt kommen wir dann am Old Faithful vorbei, dem touristischen Highlight. Wir wollen uns das nicht entgehen lassen. Und sind dann schockiert von den Menschenmassen. Stau und Parkplatzprobleme wie im Skigebiet am schönen Samstag. Und dann lässt sich der Old Faithful auch noch Zeit. Wir sind schon fast zurück zum Wohnmobil gegangen, als doch noch ein sehr schöner Ausbruch erfolgt. Sogar mit einem 'Zwilling' im Hintergrund. Danach weiter im Stau Schritt Tempo und zum Madison Campground. Wo wir zum ersten Mal Schweizer Nachbarn haben. Die Erwachsenen plaudern die ganze Nacht und das Mädchen spielt mit unseren Jungs bis in alle Nacht.

Wasser unten - Mücken obenSamstag Morgen, wieder nichts mit langer Wanderung, alle sind müde und nicht so ganz fit. Also kurz los zur Grand Prismatic Spring, einer heissen Quelle, die in allen Regenbogen Farben glänzt. Doch nur rundrum laufen ist nicht so spektakulär, wir würden gerne von oben drauf runter schauen. Zurück ins Wohnmobil und zum Trailhead für den Weg zum Observation Point. Oha, Baustelle, Weg gesperrt. Als Alternative wird der Weg vom Fire River genannt. Wir fahren dort hin und sehen, dass man zwar bis an den Fuss des Berges gehen könnte, aber der Berghang mit den Aussichtspunkten ist ganz gesperrt. Hmm, wir gehen doch mal los und entscheiden dann spontan, einen Rundweg namens 'Meadows' zu machen. Dass Meadows etwas mit Sumpf, Wasser, Mücken,.. zu tun hat, merken wir schon bald!

Bison auf dem WanderwegAber als Highlight treffen wir auch ein Bison mitten auf dem Wanderweg. Und da das Koloss auch noch auf dem Weg weiterläuft, müssen wir einen Weg um es herum suchen und finden. Gemeinsam und mit ein wenig Herzklopfen schaffen wir auch das. Zurück am Camping sind alle müde und geniessen ein wenig Campground-Chillen.

Ganz klein das WohnmobilAm Sonntag heisst es Abschied nehmen vom Yellowstone Park. Auf dem Weg in den Norden liegt aber noch der Bunsen Peak. Und so fahren wir früh los, ohne Frühstück. Beim Trailhead stehen erst drei Autos, also genügend Platz für unser Mobil. Nach einem kurzen Zmorge laufen wir los, Bärenglöcklein am Rucksack und Bärenspray griffbereit.  Ein richtig schöner Bergweg, nach einer Stunde sind wir beim Holzhaus auf dem Gipfel, von wo die Feuerspäher Ausschau halten. Ein bisschen Geniessen und ein Steinmanndli bauen und dann wieder runter. Jetzt begegnen wir auch anderen Hikern und sind froh, dass wir am kühlen Morgen losgegangen sind.

Via Mammoth Hot Springs fahren wir weiter zum Lewis and Clark Caverns State Park. Wir ergattern uns noch einen Platz für eine Höhlen Tour am Nachmittag. Die 9 Grad kalte Höhle ist eine willkommene Abwechslung zum Wetter draussen. Ueber eine Stunde sind wir unterwegs, mit Klettern, Rutschen, Bücken und Staunen. Danach zurück auf den Campground, wo eine Sturm über den Platz fegt. Wir sind froh um das schaukelnde Wohnmobil, eienige Zelte werden vom Wind kaputt gemacht. Auch die Nacht ist unruhig, doch am Morgen scheint schon wieder die Sonne.

Zwiebelvulkan - sehr fein!Heute Montag war Fahrtag, zwar nur knapp 3 Stunden, aber alles Highway! Zwischendurch Blitz und Regen und am Ziel wieder ein KOA. Hier in Missoula wurde dann wieder gewaschen, gebadet, gespielt und Bericht geschrieben. Der Platz ist schön, aber sehr eng, nicht mal einen Feuerring haben wir. So entscheiden wir uns dafür, auswärts essen zu gehen. Und gleich neben dem Campground hat es ein japanisches Restaurant. Dort wir Showkochen am Tepanyaky Grill geboten, was wir uns gerne zeigen lassen. Die Jungs (und wir) sind vom Können des Chefs beeindruckt. Und geschmeckt hat es erst noch!

So, das war ein langer Bericht, mehr Fotos wie immer in der Gallerie!
Liebe Grüsse von Fam Allenspach 

Am Vorabend des Nationalfeiertages der USA sitzen wir in Cody im Wohnmobil und nutzen die Vorteile des Internetzuganges. Obwohl in unserem Teil das Signal so schwach ist, dass wir leider nur einen kurzen Berich mit wenigen Fotos raufladen können. Fotos findet Ihr wie immer her.

Nach einem langen Sonntag, der eigentlich nur aus Warten, Security, Fliegen, Essen, Film schauen (und dasselbe nochmals in anderer Reihenfolge) bestand, hatten wir am Montag sehr früh schon Energie und waren dementsprechend früh wach. Doch leider wurde aus dem frühen Pick-up durch den Wohnmobilvermieter nichts. Und als wir dann kurz nach Mittag zur Uebergabe antraten, mussten wir lange warten. Doch nach fast 3 Stunden dann die Ueberraschung - unser Wohnmobil hat einen Slide-out! Wir wussten gar nicht, dass es für diese kleine Kategorie so was gibt! Aber wir nahmen den zusützlichen Platz gerne an.

Danach ging es schnellstmöglich aus Denver raus Richtung Westen. Zum Heaton Bay CG, wo schon fast so was wie Camping Stimmung aufkam. Am Dienstag dann noch Einkaufen. Immer ein Erlebnis in Amerika. Danach weiter in den Rocky Mountains, immer höher bis auf über 3000m zum Monarch Pass CG. Ein schöner Platz, wir haben sogar ein eigenes kleines Bächlein. Sind aber immer noch ein wenig müde und deshalb auch hier bald ins Bett.

Auf der WasserscheideMittwoch Morgen früh den Rest zum Pass hinauf. Hier ist die Wasserscheide, für uns geht es weiter Richtung Pazifik. Zu unserem ersten Nationalpark auf der Reise, dem Black Canyon of the Gunnison. Vom Camping Platz gehen wir zu Fuss zum Visitor Center, entlang des Canyon Rand mit spannenden Ausblicken in die Tiefe. Wieder einmal spannend, wie gut und informativ hier die Dinge rund um den Canyon erklärt werden.

Auf dem Oak Flats TrailWir haben hier zwei Nächte und haben deshalb am Donnerstag Zeit, den ganzen Drive bis in den Canyon zu fahren, inklusive diverser Aussichtspunkte. Zuerst gehen Jonas und Peter noch auf den Oak Flats Trail, der führt einen kleinen Teil in den Canyon runter.  Am Ende des Drives führt eine kurze Wanderung zum Warner's Point. In der Mittagshitze doch noch recht streng. Danach holt sich Jonas noch den Junior Ranger Badge ab. Inklusive Schwur auf Englisch!

Den nächsten Tag starten wir gemütlich, bevor wir losfahren kommen die Jungs gerade in Kontakt mit den Kindern vom Nebenplatz. So fahren wir dann halt am Freitag ein bisschen später als geplant Richtung Colorado National Monument. Dafür fahren wir dann gleich im Südeingang rein und von dort durch das ganze Monument, immer wieder mal unterbrochen von Viewpoints und sogar einem kurzen Trail. Dann weiter zum Campground. Dort angekommen sind wir ein wenig enttäuscht vom Platz, aber das liegt wohl vor allem daran, dass wir in den Vortagen sehr verwöhnt waren. 

Drei Männer auf dem Weg zum StrandDer Samstag ist ein laaanger Fahrtag, fast 5 Stunden reine Fahrzeit. Wir fahren ohne Frühstück los und holen dass dann auf dem Douglas Pass nach. Dann weiter zum Dinosaur National Monument wo wir beeindruckt sind, von der Felswand voller Dino-Knochen und anderen Fossilien. Fürs Junior Ranger Programm haben wir leider keine Zeit, da wir noch weiter zur Flaming Gorge bzw. dem Firehole Canyon CG müssen. Ein typischer Campground für Wasserport-Amerikaner. Jeder hat hier Motorboot, Jetski, Kayak oder Stand-up-Paddle dabei. Wir belassen es bei einem kurzen Schwumm im warmen Wasser.

Stein KunstFür den Sonntag Morgen haben wir uns den namenlosen Berg gleich hinter dem CG vorgenommen. Nicht sehr weit, aber sehr steil geht es dort rauf und oben gibt es Zmorge und eine Stein-Kunst Session. Danach steigen wir ab und fahren weiter Richtung Nordosten, der Sinks Canyon ist heute unser Ziel. Da dort die Campgrounds nicht reservierbar sind, fahren wir zügig durch und können schon kurz nach Mittag eine freie Site im Popo Agie CG besetzen. Zum Highlight im Park, wo der Fluss in einer Höhle versickert, nur um ein paar Hundert Meter weiter unten wieder hervorzutreten, wollen wir zu Fuss auf dem North Slopes Trail gehen. Doch weil die Schneeschmelze dieses Jahr besonders stark und lange andauert, kann die Höhle nicht alles Wasser schlucken und ein Teil fliesst im Ueberlauf Flussbett überirdisch. Und genau dieser temporäre Fluss ist dann zwischen uns und unserem Ziel. Wir suchen noch eine Stelle zum Queren, aber es ist zu gefährlich, also gehen wir halt alles wieder zurück.

Dafür sind wir dann heute Montag Morgen auf der Weiterfahrt noch beim Visitor Center und beim Sink (dort verschwindet das Wasser) und dem Rise (hier kommts wieder hervor) vorbei gefahren. Danach weiter bis zum KOA in Cody, wo vor allem Waschen, Pool geniessen und Internet angesagt sind. Und morgen findet hier im Rahmen des 4. Juli noch eine Parade statt, so richtig amerikanisch.

Hier einmal ein erstes, kurzes Lebenszeichen aus Amerika! Nach einem langen Flug hatten wir eine erste, unruhige Nacht im Hotel. Am Montag konnten wir unser Wohnmobil übernehmen und sind noch zum Heaton Bay Campground gefahren. Und gestern dann weiter in den Rocky Mountains zum Monarch Pass Campground auf über 3000 Meter über Meer. Und nach einer kalten Nacht haben wir jetzt gemütlich draussen gefrühstückt. Und fahren bald weiter zum ersten Nationalpark auf unserer Reise, dem Black Canyon of the Gunnison.

Mehr Details schreiben wir bei nächster Gelegenheit. Liebe Grüsse von der Familie Allenspach

Heaton Bay CG
En Guete

 

 

...und melden uns dann später aus den USA. Der letzte Endspurt ist jetzt bald vorbei und wir fliegen ab in unsere langen Ferien.

Liebe Grüsse
s'Allenspachs